Aktien Frankfurt Schluss |
09.11.2012 14:54:31
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Dax sinkt auf Zweimonatstief - Konjunktur- und Schuldensorgen
Börsianer verwiesen auf schwache Industrieproduktionsdaten aus Frankreich und Italien, die den seit der US-Wahl zu spürenden Verkaufsdruck nochmal verstärkt hätten. Dazu kämen anhaltende Sorgen über die Euro-Schuldenkrise. Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets erinnerte daran, dass in Griechenland am Sonntagabend über den Haushalt für 2013 abgestimmt wird. Aus EU-Ratskreisen hieß es, die Eurogruppe der Finanzminister dürfte kommenden Montag noch nicht über die nächste Hilfszahlung entscheiden. Als weiteren Belastungsfaktor sieht die Expertin den hartnäckigen Widerstand Spaniens gegen einen offiziellen Hilfsantrag beim Krisenfonds ESM, was die Europäische Zentralbank zur Untätigkeit verdamme.
ALLIANZ SEHR SCHWACH: ZAHLEN OHNE ÜBERRASCHUNGEN
Nach der jüngsten Zahlenflut standen vor dem Wochenende vergleichsweise wenig Unternehmensbilanzen auf der Agenda. Die Aktien der Allianz gehörten mit einem Minus von gut zwei Prozent zu den schwächsten Werten im Dax. Der Versicherungskonzern verdiente im dritten Quartal unterm Strich zwar nahezu sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor und hielt trotz Hurrikan "Sandy" an seinen gerade erhöhten Gewinnerwartungen fest. Von Börsianern hieß es aber, die endgültigen Ergebnisse entsprächen den zuvor veröffentlichten Eckdaten. Sie enthielten keine Überraschungen und daher auch keine Kurstreiber. Die Papiere der Commerzbank sowie der Deutschen Bank (Deutsche Bank) gaben nach schwachen Zahlen von Konkurrent Credit Agricole (Crédit Agricole) um viereinhalb beziehungsweise knapp sechs Prozent nach und belegten die beiden letzten Plätze im Leitindex.
Am MDax-Ende büßten die Rheinmetall-Titel (Rheinmetall) nach schwachen Zahlen knapp acht Prozent ein. Der Autozulieferer und Rüstungskonzern wurde früher als erwartet von der Wirtschaftskrise eingeholt und strich zudem seine Umsatz- und Gewinnprognosen zusammen. Ein Händler machte vor allem die kräftig gesenkte Prognose für den Kursrutsch verantwortlich. Die neuen Ziele lägen weit unter den aktuellen Analystenerwartungen.
EUROMICRON NACH ZAHLEN AM TECDAX-ENDE - AUFTRAG HILFT NORDEX
Bei den Technologiewerten sanken Drillisch um etwa 0,7 Prozent. Ein Börsianer sah den Umsatz des Mobilfunkanbieters unter den Konsensschätzungen, wogegen der Gewinn die Erwartungen erfüllt habe. Die Zahlen seien kein Kurstreiber, da sich die Aktie bereits nach den jüngst veröffentlichten Zahlen der Drillisch-Beteiligung Freenet überdurchschnittlich entwickelt habe.
Die Euromicron-Titel büßten als TecDax-Schlusslicht über elf Prozent ein. Der Spezialist für Netzwerke und Glasfaserkabel litt unter einer unerwartet schwachen Nachfrage. Ein Händler verwies darauf, dass Euromicron von einem verhaltenen Quartal gesprochen habe. "Es sind zwar keine verlässlichen Schätzungen für das Unternehmen verfügbar, aber wenn Euromicron sich unzufrieden zeigt mit dem Quartal, warum sollten dann Anleger zufriedener sein?". Dagegen setzten sich die Aktien von Nordex mit einem Plus von knapp zwei Prozent an die Indexspitze. Ein Großauftrag aus Südafrika für den Bau eines Windparks "sorgt für Fantasie und treibt die Aktien", sagte ein Händler./gl/edh
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
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1&1 AG (ex 1&1 Drillisch) | 11,38 | -0,35% | |
Allianz | 297,70 | 0,61% | |
Crédit Agricole S.A. (Credit Agricole) | 12,99 | -1,25% | |
Deutsche Bank AG | 16,69 | 0,69% | |
Nordex AG | 11,32 | 0,80% | |
Rheinmetall AG | 620,00 | 2,62% |
Indizes in diesem Artikel
DAX | 20 041,64 | -0,99% | |
TecDAX | 3 450,20 | -1,56% | |
MDAX | 25 537,02 | -1,20% | |
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