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Goldpreis und Ölpreis 17.03.2026 08:12:37

Goldpreis: Warten auf Fed und EZB

Goldpreis: Warten auf Fed und EZB

von Jörg Bernhard

Brent-Rohöl kostet weiterhin mehr als 100 Dollar, da der Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran die Meerenge weitgehend blockiert hält und Tanker teilweise über Wochen festliegen - die bislang größte Störung der globalen Ölversorgung. US-Präsident Donald Trump forderte erneut, dass andere Länder bei der Sicherung der Straße von Hormus helfen sollten, beklagte jedoch mangelnde Unterstützung. Die Marktakteure richten nun ihren Blick sowohl auf die Entwicklung im Nahost-Konflikt als auch auf die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed (Mittwochabend) und der EZB (Donnerstagnachmittag). Als besonders wichtig gilt die Sitzung der US-Notenbank. Sollte die Fed einen restriktiveren Ton anschlagen, könnte dies den Goldpreis belasten. Laut FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group stehen derzeit die Chancen 50 zu 50, dass wir erst Mitte September niedrigere Zinsen als heute sehen werden.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 14,60 auf 5.016,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Unsicherheit unverändert hoch

Der Ölpreis legte im frühen Dienstagshandel um mehr als drei Prozent zu und machte damit einen Teil seiner gestrigen Verluste wieder wett. Hintergrund sind anhaltende Sorgen über die Versorgungslage, da die Straße von Hormus weitgehend blockiert bleibt. Für die Ölmärkte steht derzeit vor allem die Dauer des Konflikts im Fokus sowie die Frage, wie stark die Versorgung über die Straße von Hormus beeinträchtigt bleibt und welche Schäden an der Energieinfrastruktur im Nahen Osten entstehen. Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden durch den Krieg zudem gezwungen, ihre Produktion um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Wegen der stark gestiegenen Energiepreise brachte die Internationale Energieagentur (IEA) weitere Freigaben aus strategischen Ölreserven ins Spiel - zusätzlich zu den bereits beschlossenen 400 Millionen Barrel.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 3,97 auf 97,47 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 3,55 auf 103,76 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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