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Geändert am: 29.05.2026 23:00:16

US-Aktienindizes erzielen neue Rekorde -- ATX geht deutlich stärker ins Wochenende -- DAX schließt stabil -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich fester

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt erzielte am Freitag Gewinne.

So startete der ATX erholt und legte auch im Anschluss zu. Letztlich schloss er 1,76 Prozent höher bei 6.148,87 Punkten.

Angesichts neuen Optimismus über Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat sich der ATX am Freitag wieder seinem zwei Tage zuvor erreichten Rekordhoch angenähert.

Auch im europäischen Umfeld nahmen die Aktienmärkte an Schwung auf. Die Ölpreise gaben im Gegenzug nach.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

Unternehmensseitig standen vor dem Wochenende noch UNIQA und CPI Europe mit Zahlenvorlagen im Fokus.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt ging es vor dem Wochenende seitwärts.

Nach einer positiven Eröffnung fiel der DAX im Handelsverlauf vorübergehend in die Verlustzone, bevor er wieder in Plus drehen konnte. Schlussendlich ging er aber nur mit einem geringfügigen Zuwachs um 0,05 Prozent bei 25.104,70 Zählern in den Feierabend.

Ein erneuter Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg sowie Rückenwind von den US-Börsen und aus Asien haben am Freitag vor allem deutsche Aktien aus der zweiten und dritten Reihe gestützt. Der DAX schloss praktisch unverändert, bis zum Rekordhoch bei 25.507 Punkten vom Januar hat es der Leitindex aber nicht mehr weit.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Die Hängepartie ist damit aber noch nicht beendet. Hinsichtlich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Eine Zustimmung von Präsident Donald Trump sei noch offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

"Am Ende der Handelswoche sind Investoren beinahe genauso schlau wie noch vor wenigen Tagen. Der DAX bleibt gefangen in einem fragilen Dreiklang aus Hoffnung, Skepsis und geopolitischen Rückschlägen", kommentierte Marktanalyst Timo Emden. Die Anleger erlebten derzeit ein Déjà-vu nach dem anderen. "Auf Friedenshoffnungen folgen militärische Rückschläge, nur damit kurz darauf wieder neue diplomatische Signale für vorsichtigen Optimismus sorgen. Dieses ständige Wechselspiel aus Hoffnung und neuen Fragezeichen hält die Märkte in Atem. Marktteilnehmer sehen Licht am Ende des Tunnels, wissen aber noch nicht, ob dort wirklich der Ausgang wartet", ergänzte Emden.

WALL STREET

Anleger waren am Freitag weiter in Kauflaune und trieben sämtliche wichtigen US-Indizes auf neue Rekordhochs.

Der Dow Jones Industrial zeigte sich freundlich und legte um 0,72 Prozent auf 51.032,46 Punkte zu.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite erzielte das siebte Tagesplus in Folge und verbesserte sich zum Handelsende um 0,2 Prozent auf 26.972,62 Zähler.

Bei einer Einigung zwischen den USA und dem Iran dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Passend zu den Hoffnungen am Markt fielen die Ölpreise zum Wochenschluss. Der Iran werde die Kontrolle über die Straße von Hormus wahrscheinlich nicht aufgeben, da die Wasserstraße bei allen künftigen Atomverhandlungen mit Washington eine wichtige strategische Trumpfkarte bleibe, meinte SEB-Analyst Bjarne Schieldrop.

Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben leicht nach. Sollten sich die Kriegsparteien auf ein Abkommen verständigen, dürften die Inflationssorgen über dann wohl nachgebende Ölpreise zurückgehen. Allerdings sei die Unsicherheit groß, weswegen die Renditen nur leicht gesunken seien, hieß es im Handel.

Gestützt wurde die Stimmung auch von einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanager-Index Chicago. Dieser stieg im Mai auf 62,7 Punkte, nach 49,2 Punkten im April. Es ist damit der höchste Stand seit Januar 2022. Die Neuaufträge sprangen ebenfalls auf das höchste Niveau seit Januar 2022.

ASIEN

Die asiatischen Börsen steuerten mehrheitlich auf einen versöhnlichen Wochenausklang zu.

So zog der Nikkei 225 letztlich kräftige 2,53 Prozent auf 66.329,50 Punkte an.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite hingegen 0,73 Prozent auf 4.068,57 Stellen.

Aufwärts ging es auch in Hongkong: Dort notierte der Hang Seng schließlich 0,70 Prozent höher bei 25.182,39 Zählern.

Im Sog der festeren Wall Street ist es am Freitag an den Börsen in Ostasien kräftig nach oben gegangen. Wie schon in den USA sorgten Meldungen für Zuversicht, dass die USA und der Iran wieder einmal kurz vor einem Abkommen stehen sollen, das die Waffenruhe verlängern und die Straße von Hormus wieder freigeben soll. Laut US-Vizepräsident Vance ist US-Präsident Trump aber noch nicht bereit, das Abkommen zu unterzeichnen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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