| Goldpreis und Ölpreis |
05.03.2026 08:12:13
|
Goldpreis: Seitwärtstendenz auf erhöhtem Niveau
Profitiert hat die Krisenwährung zuletzt von dem sich ausweitenden Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Rückenwind kam aber auch vom Dollar, der sich nach dem Markieren eines Dreimonatshochs leicht abgeschwächt hat. Im Zuge des Nahost-Kriegs hat der Dollarindex seine 200-Tage-Linie überwunden und notiert nun knapp unterhalb der psychologisch wichtigen 100-Punkte-Marke. Der Krieg weitete sich am gestrigen Mittwoch deutlich aus, nachdem ein US-U-Boot vor Sri Lanka ein iranisches Kriegsschiff versenkt hatte. Zudem zerstörten NATO-Luftabwehrsysteme eine iranische ballistische Rakete, die in Richtung Türkei abgefeuert worden war. Unterdessen nominierte US-Präsident Donald Trump offiziell den früheren Federal-Reserve-Gouverneur Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank. Damit kommt Trump seinem Ziel näher, einen Fed-Chef einzusetzen, der Zinssenkungen eher unterstützt. Nun warten die Investoren auf die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) sowie auf den US-Arbeitsmarktbericht für Februar am Freitag. Laut von Trading Economics veröffentlichten Umfragen unter Analysten soll sich die Zahl neuer Arbeitsloser von 212.000 auf 215.000 leicht erhöht haben und die Zahl neu geschaffener Stellen im Februar von 130.000 auf 59.000 eingebrochen sein.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 41,40 auf 5.176,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Plus 19 Prozent in fünf Handelstagen
Der Ölpreis sprang im frühen Donnerstagshandel um mehr als drei Prozent nach oben und setzte damit sein Rally fort. Verantwortlich hierfür waren Befürchtungen über zunehmende Störungen der wichtigen Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten. Iranische Streitkräfte griffen außerdem Öltanker in oder nahe der Straße von Hormus an. Laut der britischen Seefahrtsüberwachungsstelle UK Maritime Trade Operations wurden Explosionen in der Nähe eines Tankers vor Kuwait gemeldet. Laut einer Reuters-Meldung lagen mindestens 200 Schiffe - darunter Öl- und LNG-Tanker sowie Frachtschiffe - vor der Küste wichtiger Golfstaaten wie Irak, Saudi-Arabien und Katar auf Reede. Besonders große Lieferprobleme haben derzeit asiatische Länder. Die chinesische Regierung hat Unternehmen mittlerweile angewiesen, vorerst keine neuen Verträge für den Export raffinierter Kraftstoffe abzuschließen und bereits vereinbarte Lieferungen möglichst zu stornieren, berichteten Branchen- und Handelskreise am Donnerstag.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit weiter steigenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,97 auf 76,63 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,80 auf 83,20 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.at
Weitere Links:
Rohstoffe in diesem Artikel
| Ölpreis (WTI) | 81,36 | 6,70 | 8,97 |