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Goldpreis und Ölpreis 13.04.2026 08:18:13

Goldpreis: Leicht negativer Wochenauftakt

Goldpreis: Leicht negativer Wochenauftakt

von Jörg Bernhard

Nach den gescheiterten Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran generierte ein kräftiger Anstieg der Ölpreise erneute Inflationssorgen und dämpfte die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr. Zur Erinnerung: Vor Beginn des Krieges im Nahen Osten waren noch zwei Zinssenkungen der US-Notenbank für dieses Jahr erwartet worden. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von fast 14 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres niedrigere Zinsen als heute sehen werden. Vor dem Wochenende lag dieser Wert noch bei 23 Prozent. Auf das Scheitern der Friedensgespräch reagierten die iranischen Revolutionsgarden mit der Warnung, dass militärische Schiffe, die sich der Meerenge nähern, als Bruch einer Waffenruhe gewertet und entsprechend hart und entschlossen behandelt würden. Seit dem Kriegsausbruch ist der Goldpreis um mehr elf Prozent gefallen. Obwohl Inflation und geopolitische Risiken normalerweise die Attraktivität von Gold als Absicherung erhöhen, wirken sich derzeit hohe Zinsen negativ auf das zinslose Edelmetall aus.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 37,50 auf 4.749,90 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Deutlicher Kurssprung zum Wochenstart

Wie nicht anders zu erwarten war, ging es mit dem Ölpreis nach dem Scheitern der Verhandlungen deutlich bergauf und die Futures auf Brent und WTI überwanden wieder die Marke von 100 Dollar. Nach dem Abbruch kündigten die USA zudem eine Blockade iranischer Häfen an - eine Maßnahme, die den Druck auf Teheran sowie auf die Abnehmer iranischen Öls, vor allem China, erhöhen soll. Sollte iranisches Öl vollständig vom Markt verschwinden, könnte das globale Angebot um bis zu 2 Millionen Barrel pro Tag sinken.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stark steigenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 7,48 auf 104,05 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 6,57 auf 101,77 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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