| Goldpreis und Ölpreis |
20.04.2026 08:39:52
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Goldpreis: Comeback der Inflationssorgen belastet
Weil die Straße von Hormus erneut geschlossen wurde, kam es zu den üblichen "Kriegsreflexen": Dollar, US-Renditen und Ölpreis rauf - Goldpreis runter. Außerdem haben die USA ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt, das versuchte, die Blockade zu durchbrechen. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Waffenruhe zwischen beiden Ländern nicht einmal die verbleibenden zwei Tage Bestand haben könnte. Teheran erklärte daraufhin, man werde nicht an einer zweiten Verhandlungsrunde teilnehmen, die die USA noch vor Ablauf der Waffenruhe am Dienstag anstoßen wollten. Obwohl Gold als Inflations- und Krisenschutz gilt, dämpfen höhere Zinssätze die Nachfrage nach dem nicht verzinslichen Vermögenswert. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 42 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres niedrigere Leitzinsen als heute sehen werden.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis 8.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 75,40 auf 4.804,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Preissprung zum Wochenauftakt
Im frühen Montagshandel tendierte der Ölpreis erwartungsgemäß deutlich nach oben, nachdem die Straße von Hormus durch den Iran wieder geschlossen wurde. Am Samstag haben noch mehr als 20 Schiffe mit Ölprodukten, Metallen, Gas und Düngemitteln die Meerenge passiert. Weil die USA ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt hatten, droht derzeit eine weitere Eskalation im Persischen Golf. Die Lage bleibt verworren: Iran lehnte neue Friedensgespräche mit den USA ab, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur am Sonntag. Nur wenige Stunden zuvor erklärte US-Präsident Donald Trump, er entsende Unterhändler zu Gesprächen nach Pakistan und werde neue Angriffe auf den Iran starten, falls das Land seine Bedingungen nicht akzeptiere. Seriöse Ölpreisprognosen werden dadurch unmöglich.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 5,07 auf 88,92 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 5,10 auf 95,48 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.at
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| Ölpreis (WTI) | 89,03 | 5,18 | 6,18 |