Verteidigungsbudget im Blick |
20.02.2025 22:07:00
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Palantir unter Druck: CEO-Verkaufspläne und Pentagon-Strategie sorgen für Unsicherheit
• Berichte über Einsparungen der US-Regierung verunsichern
• Palantir-CEO ändert Trading-Plan, milliardenschwerer Aktienverkauf möglich
Die Palantir-Aktie erlitt am Mittwoch einen deutlichen Kurseinbruch. Im regulären US-Handel an der NASDAQ fiel der Anteilsschein letztlich um 10,08 Prozent auf 112,06 US-Dollar, nachdem er im Handelsverlauf zwischenzeitlich sogar um 12,89 Prozent auf 108,56 US-Dollar abgesackt war. Am Donnerstag setzte sich die Talfahrt dann mit einem weiteren Minus von 5,17 Prozent auf 106,27 US-Dollar fort. Der plötzliche Einbruch könnte womöglich das Ende der aktuellen Rally der Palantir-Aktie markieren, die in diesem Jahr bislang bereits um 48,17 Prozent zugelegt hatte.
Mögliche Kürzungen im Verteidigungsbudget setzen Palantir unter Druck
Ein Grund für den plötzlichen Kursrückgang dürften Medienberichte über geplante Kürzungen im US-Verteidigungshaushalt darstellen. So berichtete die "Washington Post" am Mittwoch, dass Verteidigungsminister Pete Hegseth das Pentagon angewiesen habe, in den kommenden fünf Jahren jährlich acht Prozent der Verteidigungsausgaben einzusparen. Dabei berief sich die Zeitung auf ein Memo des Ministers, in dem außerdem angegeben war, dass ranghohe Mitarbeiter von Pentagon und Militär ihre Vorschläge bis kommenden Montag vorlegen sollen. Sollte der US-Verteidigungshaushalt tatsächlich reduziert werden, dürften sich die Kürzungen auch auf Palantir auswirken, da das Unternehmen vor allem für die Bereitstellung von Software- und Technologiediensten für Verteidigungsbehörden bekannt ist und in der Vergangenheit zahlreiche Regierungsaufträge erhielt.
Das Pentagon sprach in einer offiziellen Mitteilung, die nach dem Medienbericht lanciert wurde, laut "dpa-AFX" jedoch lediglich von einer Umverteilung innerhalb bestehender Programme. Dabei gehe es darum, rund 50 Milliarden US-Dollar, bzw. acht Prozent aus dem Haushaltsjahr 2026 umzuschichten. Einsparungen werden in der Erklärung des Pentagons laut der Nachrichtenagentur nicht erwähnt, die Palantir-Anleger schienen dennoch verunsichert zu sein.
Palantir-CEO Alex Karp könnte Millionen Palantir-Aktien verkaufen
Neben den Unsicherheiten rund um den US-Verteidigungshaushalt dürfte auch eine weitere Nachricht für Verkäufe gesorgt haben: Palantir-CEO Alex Karp hat bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) einen neuen Aktien-Handelsplan eingereicht, der es ihm ermöglicht, in den nächsten sechs Monaten fast zehn Millionen Palantir-Aktien abzustoßen. Konkret erlaube der neue Handelsplan nach Regel 10b5-1 dem Unternehmenschef, bis zum 12. September bis zu 9,98 Millionen Palantir-Aktien auf den Markt zu werfen, berichtet "Benzinga". Gemessen am letzten Schlusskurs des Anteilsscheins wären das Verkäufe im Volumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Der neue Handelsplan, der frühere Verkaufsvereinbarungen ersetzt, dürfte den Verkaufsdruck auf die Palantir-Aktie erhöht haben, da Investoren größere Insider-Verkäufe oft als negatives Signal werten.
Redaktion finanzen.at
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