22.10.2024 12:50:41

MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ AKTIEN- UND ANLEIHEMÄRKTE (12:50 Uhr) +++++

INDEX Stand +- % +-% YtD

E-Mini-Future S&P-500 5.867,50 -0,5% +18,5%

E-Mini-Future Nasdaq-100 20.396,50 -0,6% +16,1%

Euro-Stoxx-50 4.915,00 -0,5% +8,7%

Stoxx-50 4.430,31 -0,7% +8,2%

DAX 19.391,25 -0,4% +15,8%

FTSE 8.263,75 -0,7% +7,6%

CAC 7.479,38 -0,8% -0,9%

Nikkei-225 38.411,96 -1,4% +14,8%

EUREX Stand +/- Punkte +/- Punkte YtD

Bund-Future 132,61 -0,46 -4,56

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 71,22 70,56 +0,9% +0,66 +0,8%

Brent/ICE 74,97 74,29 +0,9% +0,68 -0,0%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 40,535 40,03 +1,3% +0,51 +8,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.738,76 2.719,70 +0,7% +19,06 +32,8%

Silber (Spot) 34,42 33,83 +1,8% +0,59 +44,8%

Platin (Spot) 1.022,35 1.007,50 +1,5% +14,85 +3,1%

Kupfer-Future 4,40 4,36 +0,8% +0,04 +11,2%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Die Ölpreise drehen ins Plus, nachdem sie anfangs von Zweifeln an der chinesischen Nachfrage und den Bemühungen der USA um einen Waffenstillstand im Nahostkonflikt belastet worden waren. Beobachter verweisen jedoch auf die Ungewissheit darüber, wie Israel auf den jüngsten iranischen Angriff reagieren wird.

Das Interesse an "sicheren Häfen" lässt derweil den Goldpreis sein Rekordniveau verteidigen.

+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

An der Wall Street scheint die Luft nach der jüngsten Rekodjagd raus zu sein. Als Bremsklotz nach der sechswöchigen Aufwärtsphase nennen Händler die steigenden Rentenrenditen. Zwar preist der Zinsterminmarkt eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im November noch immer mit einer Wahrscheinlichkeit von 89 Prozent ein, der Wert hatte aber jüngst knapp unter 100 Prozent gelegen. Zuletzt hatten sich Vertreter der US-Notenbank für eine gemächlichere Gangart im Zinssenkungszyklus ausgesprochen. Ein Anstieg der Anleiherenditen belastet stark die zinsabhängigen Sektoren, wobei Konsumgüteraktien und Hausbauer am stärksten betroffen sind", sagt Chefanalyst Derren Nathan von Hargreaves Lansdown. In der laufenden Woche legen rund ein Fünftel der im S&P-500 gelisteten Unternehmen Geschäftszahlen vor - am Dienstag unter anderem General Motors, Lockheed Martin, 3M und Verizon Communications. Die zahlreichen Geschäftsberichte dürften einen Lackmustest darstellen, inwieweit die hohen Bewertungen gerechtfertigt sind.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:

DEUTSCHE BÖRSE (19:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das dritte Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, in IFRS):

PROG PROG PROG

3. QUARTAL 3Q24 ggVj Zahl 3Q23

Nettoerlöse 1.412 +19% 17 1.188

Operative Kosten 610 +21% 17 505

EBITDA 804 +17% 17 685

Ergebnis nach Steuern/Dritten* 445 +11% 14 400

Ergebnis je Aktie 2,43 +13% 18 2,16

Weitere Termine:

12:30 US/3M Co, Ergebnis 3Q

12:30 US/GE Aerospace, Ergebnis 3Q

12:30 US/General Motors Co (GM), Ergebnis 3Q

13:00 US/Philip Morris International Inc, Ergebnis 3Q

13:00 US/Verizon Communications Inc, Ergebnis 3Q

13:30 US/Lockheed Martin Corp, Ergebnis 3Q

18:00 DE/Flatexdegiro AG, Ergebnis 3Q

18:00 FR/L'Oreal SA, Umsatz 3Q

18:00 FR/Vivendi SE, Ergebnis 3Q

22:01 US/Texas Instruments Inc, Ergebnis 3Q

Außerdem:

- CH/Givaudan SA, Beginn Investorentag (bis 23.10.)

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

An den europäischen Aktienmärkten geht es am Dienstag nach unten. Damit weitet sich die Konsolidierung nochmals aus. In zwei Wochen wird in den USA gewählt; vor der richtungsweisenden Wahl in der größten Volkswirtschaft der Welt dürften die Schwankungen an den Börsen zunehmen. Einen Vorgeschmack liefern die Anleihen, die mit Blick auf die erwartet hohe Staatsverschuldung auch in den USA jüngst unter Druck gerieten. Höhere Marktzinsen liefern nicht nur eine Alternative zu Aktien, sondern belasten auch den Gewinn stark verschuldeter Unternehmen. In der Folge stellen die europäischen Subindizes der Telekomwerte sowie der Versorger die Schlusslichter unter den Branchenindizes. Der Technologiesektor gewinnt derweil 0,8 Prozent, nachdem SAP (+3,6%) starke Zahlen und einen überzeugenden Ausblick vorgelegt hat, der Signalwirkung für die Branche hat. Für etwas Zurückhaltung sorgt auch die unsichere Lage im Nahen Osten, insbesondere die Frage, in welcher Form Israel auf den jüngsten Raketenangriff des Irans reagieren wird. Die Umsatzzahlen von Metro (-1,2%) bewegen sich derweil im Rahmen der Erwartungen. Der Großhandelskonzern rechnet nun mit einem Verlust je Aktie im Gesamtjahr und ist vor allem wegen Kosten für den Konzernumbau und allgemeinem Kostendruck nun etwas pessimistischer beim EBITDA-Ziel. Die vorläufigen Drittquartalszahlen von Traton (+3%) sind besser als erwartet ausgefallen. Nach einer Gewinnwarnung brechen Knaus Tabbert um 6,6 Prozent ein. A.P. Moller-Maersk hat ihre Jahresprognose zum bereits vierten Mal in diesem Jahr erhöht. Nach einem Start im Plus notiert die Aktie nun knapp im Minus.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 7:45 Uhr Mo, 18:22 % YTD

EUR/USD 1,0826 +0,1% 1,0822 1,0820 -2,0%

EUR/JPY 163,32 +0,2% 163,33 162,85 +5,0%

EUR/CHF 0,9373 +0,1% 0,9365 0,9368 +1,0%

EUR/GBP 0,8342 +0,2% 0,8323 0,8333 -3,8%

USD/JPY 150,86 +0,1% 150,91 150,52 +7,1%

GBP/USD 1,2978 -0,1% 1,3003 1,2982 +2,0%

USD/CNH (Offshore) 7,1332 -0,0% 7,1340 7,1376 +0,1%

Bitcoin

BTC/USD 67.126,85 -1,0% 67.586,35 66.981,70 +54,2%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Der Dollar kommt nach seinem Anstieg vom Vortag etwas zurück; der Dollarindex sinkt um 0,1 Prozent. Marktteilnehmer sehen den Greenback jedoch weiter unterstützt durch die im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften bessere US-Konjunktur. Außerdem hätten die Zinssenkungserwartungen zuletzt etwas nachgelassen. Eine Zinssenkung der US-Notenbank im November sei keine ausgemachte Sache mehr.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

An den Börsen in Ostasien und Australien haben am Dienstag die negativen Vorzeichen überwogen. Während die Börsen auf dem chinesischen Festland mit Verspätung von der Zinssenkung der chinesischen Zentralbank am Montag gestützt wurden, drückten Gewinnmitnahmen den australischen Aktienmarkt tief ins Minus. In Tokio veranlasste die anstehende Parlamentswahl in Japan die Anleger zum Rückzug aus Aktien. Selbst der zum Dollar leicht nachgebende Yen, der normalerweise die Aktien exportorientierter Unternehmen stützen sollte, vermochte den Fall des japanischen Aktienmarkts nicht aufzuhalten. Der Yen wertete nach Angaben von Händlern ab, weil Anleger zweifelten, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinsen weiter erhöhen könne. Die nächste Zinssitzung der BoJ findet noch im Oktober statt. Japanische Anleger trennten sich vor allem von Aktien des Elektronik- und Bankensektors. Tokyo Electron verbilligten sich um 3,1 Prozent und Resona um 2,8 Prozent. In Hongkong gewannen Geely Automobile rund 7 Prozent. Der Autohersteller hatte die Übernahme von Ningbo Passenger Vehicle angekündigt. In Schanghai waren wie am Vortag Solarwerte gesucht. JA Solar Technology und Trina Solar sprangen um 10 bzw 8,8 Prozent nach oben. ZTE verloren dagegen 5,1 Prozent, nachdem die Zahlen des Telekomausrüsters enttäuscht hatten. In Seoul wurden Aktien aus den Sektoren Auto, Batterien und Halbleiter verkauft. Hyundai Motor verloren 1,1 Prozent, nachdem der Börsengang der indischen Tochter enttäuschend verlaufen war.

+++++ CREDIT +++++

Mit den Risikoprämien geht es am europäischen Kreditmarkt am Dienstag nach oben. Ursächlich hierfür sind steigende Renditen an den Anleihemärkten. Dafür gibt es wohl verschiedene Gründe. Zum einen heißt es im Handel, dass die Zinssenkungsfantasie in den USA leichte Risse bekommen habe. Eine Zinssenkung im November sei keine ausgemachte Sache mehr.

Die Deutsche Bank verweist derweil auf die zunehmenden Sorgen wegen der hohen Staatsschulden. Der IWF erwarte, dass der globale Schuldenstand dieses Jahr die Marke von 100 Billionen Dollar reißen werde. Die Deutsche Bank geht davon aus, dass unabhängig davon, wer der nächste US-Präsident werde, das Haushaltsdefizit in den Jahren 2026 bis 2028 zwischen 7 und 9 Prozent liegen werde.

Die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen von SAP spielen in dem Umfeld nur eine untergeordnete Rolle.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

DEUTSCHE TELEKOM

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 22, 2024 06:51 ET (10:51 GMT)

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