HSBC Holdings Aktie
WKN: 923893 / ISIN: GB0005405286
23.02.2015 16:27:34
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne leicht aus
Von Manuel Priego Thimmel
FRANKFURT--Die Kurse an Europas Börsen bauen die Gewinne am Montagnachmittag wieder leicht aus. Hauptthema ist das Einlenken Griechenlands gegenüber seinen Gläubigern in letzter Minute. Von Begeisterung kann aber keine Rede sein. Zum einen wird die Lage in Griechenland weiter unsicher bleiben. Zum anderen dämpft ein schwächerer ifo-Geschäftsklimaindex die Kauflaune. Der Index ist zwar im Februar auf 106,8 von 106,7 im Vormonat gestiegen. Von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen hatten aber einen Anstieg auf 107,7 prognostiziert.
Der Dax gewinnt 0,6 Prozent auf 11.118 Punkte - bei 11.159 hatte der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 steigt 0,6 auf 3.512 Zähler. "Alles, was wir haben, ist eine Vereinbarung auf Verhandlungen, die zweifellos komplex und schmerzhaft werden dürften", sagt Chris Weston vom Broker IG zur Lage rund um Griechenland. Es müsse sich erst noch zeigen, ob Griechenland sich tatsächlich auf die geforderten fiskalischen Ziele und strukturellen Reformen einlasse. IG schließt Neuwahlen in Griechenland nach der getroffen Vereinbarung nicht aus.
Erste kritische Stimmen aus den Syriza-Reihen sind jedenfalls bereits zu vernehmen. "Es dürfte Ministerpräsident Tsipras schwer fallen, diese Einigung der griechischen Bevölkerung und seiner Koalition zu verkaufen", sagt Michel Martinez von der Societe Generale. In den kommenden Wochen dürften sowohl die Regierung als auch die Banken des Landes weiter unter Druck stehen. Denn bis Ende April müssten die vereinbarten Reformen von der Regierung durchgesetzt werden. Wegen eines Feiertags ist die Börse in Athen am Montag geschlossen.
Die Marktzinsen am griechischen Anleihemarkt geben nur leicht nach. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen fällt zu Wochenbeginn auf 9,56 von 9,95 Prozent. Für fünfjährige Papiere geht es auf 14,29 von 14,32 Prozent nach unten. Laut UBS preisen die griechischen Anleihemärkten mit 30 Prozent eine viel zu hohe Wahrscheinlichkeit ein, dass das Land die Eurozone verlassen wird. Den Analysten zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für einen "Grexit" deutlich unter diesem Wert, so dass griechische Anleihen auf dem derzeitigen Niveau einen sehr günstigen Eindruck machten.
Auch am Devisenmarkt kann von Euphorie keine Rede sein. Der Euro, der am Freitag nach der Einigung zwischen der EU und Griechenland um mehr als einen US-Cent auf 1,1430 Dollar gestiegen war, hat wieder nachgegeben und notiert bei 1,1320 Dollar. Hierbei wirkt nicht der schwächere ifo belastend. Laut der Commerzbank richten die Anleger die Blicke schon wieder über den großen Teich. Und hier bewegt die Frage, wann wird die US-Notenbank den Zinserhöhungszyklis starten und in welcher Geschwindigkeit. Dienstag und Mittwoch muss US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen dem Kongress Rede und Antwort stehen.
Im Blick steht der Bankensektor. HSBC-Aktien verlieren 4,8 Prozent. "Die Abschreibungen auf Kredite und die Risikovorsorge liegen im vierten Quartal deutlich über den Erwartungen", sagt ein Händler. Mit insgesamt 1,25 Milliarden US-Dollar liege dieser Posten um mehr als 300 Millionen Dollar über der Prognose seines Hauses. "Die Qualität der Kredite ist weiterhin zu schlecht, das ist die Botschaft dieser Zahlen", sagt der Händler.
Am deutschen Aktienmarkt bleiben Deutsche Bank mit Abgaben von 0,9 Prozent hinter dem freundlichen Gesamtmarkt zurück. Der Kurs wird gebremst von der Dow-Jones-Newswires-Nachricht, dass die US-Tochter der Deutschen Bank in den USA den Stresstest nicht bestehen dürfte.
Die Aareal Bank übernimmt die auf gewerbliche Immobilienfinanzierungen spezialisierte Westdeutsche ImmobilienBank für 350 Millionen Euro. Weil aus der Übernahme für die Aareal Bank ein hoher positiver Sondereffekt anfällt, steigt der Kurs der Aareal Bank um 5,2 Prozent.
Nachgebende Ölpreise lasten zu Wochenbeginn auf dem Ölsektor. Brent bzw WTI sind unter die Marken von 60 bzw 50 Dollar je Barrel gefallen. Im Handel wird auf die Sorgen der Anleger wegen eines zu großen Angebots im Markt verwiesen. Die seit Ende Januar zu beobachtende Erholung des Ölpreises ist zuletzt ins Stocken geraten. Vor allem Shorteindeckungen dürften für die Bewegung nach oben verantwortlich gewesen sein.
Analysten hatten angesichts des Überangebots am Markt, das in keinem Verhältnis zur Nachfrage steht, Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erholung geäußert. Für den Ölsektor geht es 0,6 Prozent nach unten. Auch andere Rohstoffe stehen zu Wochenbeginn unter Abgabedruck. Der Rohstoffsektor verliert 1,5 Prozent. Dieser hatte sich in den vergangenen Wochen noch deutlicher als der Ölsektor erholt.
Papiere des Telekomdienstleisters QSC fallen um 9,8 Prozent. Der Verlust von QSC im vergangenen Jahr ist fast dreimal so hoch, wie Analysten erwartet hatten. CTS EVENTIM geben 4 Prozent nach, nachdem bekannt geworden ist, dass das Bundeskartellamt seit November gegen den Online-Tickethändler wegen möglichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung ermittelt.
METRO schüttet zu Wochenbeginn 0,90 Euro an Dividende aus. Das Papier verliert 1,9 Prozent oder 0,59 auf 30,31 Euro.
=== INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 3.515,63 +0,72% Stoxx-50 3.335,83 +0,57% DAX 11.123,52 +0,66% FTSE 6.901,31 -0,20% CAC 4.859,01 +0,58% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 158,77% +40DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.11 Uhr Fr, 17.20 Uhr EUR/USD 1,1321 -0,37% 1,1364 1,1361 EUR/JPY 134,63 -0,55% 135,37 134,83 EUR/CHF 1,0726 -0,20% 1,0748 1,0711 USD/JPY 118,91 -0,15% 119,09 118,68 GBP/USD 1,5413 0,21% 1,5380 1,5380 === Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 23, 2015 09:57 ET (14:57 GMT)
Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 57 AM EST 02-23-15

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