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Geändert am: 29.06.2026 10:10:11

ATX leichter -- DAX im Plus -- Börsen in Asien uneins

AUSTRIA

Der heimische Leitindex präsentiert sich am Montag schwächer.

Der ATX eröffnete die Sitzung marginale 0,03 Prozent höher bei 6.408,07 Punkten und gibt inzwischen leicht nach.

Der Iran-Krieg wirft weiterhin seinen Schatten auf den Aktienmarkt. Nach gegenseitigen Angriffen am Wochenende vereinbarten die USA und der Iran laut US-Medien einen Stopp der Kämpfe und einen Verhandlungstermin für Dienstag. Die beiden Seiten würden "vorerst zurückstecken", berichtete der Sender CNN unter Berufung auf einen Regierungsvertreter in Washington. Die Schiffe in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormuz könnten sich nun wieder frei bewegen, zitierte das US-Nachrichtenportal Axios einen Regierungsvertreter.

Da die Verhandlungen weiterlaufen, können die Marktteilnehmer laut Helaba ihren Fokus zunächst auf Konjunktur- und Inflationsdaten richten. In dieser Woche stehen zahlreiche Veröffentlichungen an. Der Preisdruck dürfte im Juni nicht größer geworden sein, denn die Benzin- und Dieselpreise seien im Vergleich zum Mai gesunken, hieß es. Am heimischen Aktienmarkt liegen auf Unternehmensebene noch keine Meldungen vor.

DEUTSCHLAND

Nach der schwächeren Vorwoche präsentiert sich der DAX am Montag etwas stärker.

Der DAX startete 0,22 Prozent höher bei 24.724,34 Punkten und hält sich auch aktuell in der Gewinnzone.

Die jüngste Hängepartie des Börsenbarometers an der 25.000er Marke setzt sich damit fort. "An den Aktienmärkten kommen immer wieder Sorgen wegen der hohen Bewertungen im Technologiesektor auf und in der Folge kommt der DAX per saldo nicht vom Fleck", schrieb die Landesbank Helaba in einem Marktkommentar. Es bleibe abzuwarten, in welche Richtung der nächste Impuls die Kurse bewegt.

Der Nahost-Krieg bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Die USA und der Iran wollen ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Straße von Hormus US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln. "Beide Seiten werden vorerst von weiteren Maßnahmen absehen", erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe könnten frei verkehren, während die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden sollen.

WALL STREET

An den US-Börsen hielten sich die Anleger am Freitag zurück.

So tendierte der Dow Jones Industrial in engen Bahnen und verlor zum Handelsschluss 0,09 Prozent auf 51.876,11 Punkte.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite wies rote Vorzeichen auf und ermäßigte sich um 0,24 Prozent auf 25.297,62 Zähler.

Nach der Erholung am Vortag sind US-Technologiewerte zum Wochenschluss wieder unter Druck geraten. Marktbeobachter verwiesen am Freitag auf zunehmende Zweifel der Anleger, ob die Konsumenten die anstehenden Preisanhebungsrunden bei den Technologiekonzernen noch in der Masse mittragen werden. Börsianer sprachen zudem von einer gewissen Rotation weg von Chipherstellern hin zu einer breiteren Kategorie von Unternehmen, deren Wachstumsaussichten sich derzeit verbesserten. Standardwerte gaben denn auch nur geringfügig nach.

Anleger machten bei solchen Aktien Kasse, deren Kurse zuvor im Zuge der Hoffnung auf hohe Gewinne mit Künstlicher Intelligenz in die Höhe geschnellt waren.

ASIEN

Die Börsen in Asien zeigen sich am Montag uneins.

In Tokio verliert der Nikkei 225 gegen 07:00 MESZ 0,93 Prozent auf 68.717,41 Zähler.

Auf dem chinesischen Festland notiert daneben der Shanghai Composite 0,17 Prozent höher bei 4.034,08 Zählern.

In Hongkong legt der Hang Seng 2,13 Prozent auf 23.153,89 Indexpunkte zu.

Zum Start in die neue Woche hat sich an den meisten Börsen in Ostasien eine positive Tendenz durchgesetzt, nachdem zunächst die teils negativen Vorgaben der US-Börsen belastet hatten, die am Freitag von Zweifeln an der Tragfähigkeit des KI-Booms gebremst worden waren. Letztlich stützte jedoch die Nachricht, dass die USA und der Iran ihre wechselseitigen Angriffe eingestellt haben, die in der vergangenen Woche ungeachtet des vorläufigen Friedensabkommens wieder aufgeflammt waren. Die Ölpreise legten am Montag im asiatischen Handel etwas zu, waren in der vergangenen Woche aber deutlich gefallen und bewegten sich auch zu Wochenbeginn immer noch auf den Niveaus von vor Beginn des Iran-Kriegs.

Die Stimmung in Japan wurde etwas gedämpft durch die Nachricht, dass China 20 japanische Unternehmen, darunter solche aus der Rüstungsbranche, und Forschungseinrichtungen auf die Exportkontroll-Liste gesetzt hat. Dies bedeutet, dass chinesische Unternehmen eine Genehmigung der heimischen Behörden einholen müssen, ehe sie die betreffenden japanischen Kunden beliefern.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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