Ethereum - Japanischer Yen
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Geändert am: 28.07.2026 08:14:04
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Zahlenflut und KI-Sorgen: ATX vor schwächerem Start -- DAX fester erwartet -- Asiens Börsen im Minus - Nikkei und KOSPI sacken kräftig ab
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt dürfte auch am Dienstag nachgeben.
Der ATX zeigt sich gemäß vorbörslicher Indikationen etwas leichter.
Der globale Kursabsturz der KI-Aktien hat das Öl als Problemthema abgelöst. In Europa wird KI zwar diskutiert, betrifft aber nur wenige Spezialwerte. Klar im Fokus steht die Fahrt aufnehmende Berichtssaison. Unter anderem stehen Zahlen von Schwergewichten aus allen Branchen an wie Mercedes-Benz, Unilever, Kering, GSK, Barclays, SAFRAN und viele andere. Dies dürfte für viele Alleingänge bei den Kursbewegungen in beide Richtungen sorgen, heißt es im Handel.
Die Bedeutung von Index-Ausschlägen werde daher geringer sein. Als gesamte Branche unter Druck gesehen werden nur die KI-abhängigen Technologiewerte. Hier traf sich am Vortag die schon immer vorhandene Skepsis über Zirkelgeschäfte mit aktuellen Belastungsfaktoren. Zur Zurückhaltung dürfte auch das am späten Mittwoch anstehende Ergebnis der US-Notenbanksitzung beitragen. Eine Zinserhöhung wird zwar noch nicht erwartet, könnte aber durch falkenhafte Äußerungen schon angedeutet werden.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt wird am Dienstag fester erwartet.
Damit dürfte sich der DAX seinem Rekordhoch bei 25.900 Punkten nähern. Vorbörslich ist ein Plus zu sehen.
Die weiter nachgebenden Energiepreise lassen auch am zweiten Börsentag der Woche Kursgewinne erwarten. Der deutsche Leitindex DAX dürfte am Dienstag an die Vortagesgewinne anknüpfen und sich somit dem Rekordhoch von vor drei Wochen bei 25.900 Zählern annähern.
Nach dem starken Rücksetzer der Preise für Rohöl und Gas am Vortag geben diese weiter nach. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel auf rund 87 US-Dollar. In der vergangenen Woche notierte Brent in der Spitze noch über der Marke von 100 Dollar. Die Saison der Quartalsbilanzen kommt derweil hierzulande weiter in Fahrt. Am Dienstag lassen sich Mercedes-Benz und der Software-Anbieter Teamviewer in die Bücher schauen. Einen Blick wert sein dürften auch Aktien mit KI-Bezug. Diese litten im US-Handel sowie in Japan und Südkorea teils deutlich unter Sorgen vor wachsender China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten.
WALL STREET
Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenstart mit verschiedenen Vorzeichen.
Der Dow Jones Industrial gewann 0,51 Prozent auf 52.209,69 Zähler.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor daneben 0,18 Prozent auf 24.932,08 Punkte.
Sinkende Ölpreise wegen neuer Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben am Montag an den US-Börsen nur den Standardwerten geholfen. Im Technologiesektor wirkte die Chipbranche im Handel wegen neuer Sorgen vor Billigkonkurrenz aus China als Bremsklotz. Erholen konnten sich nur Tech-Werte aus der Software- und Internetbranche.
Im Technologiesektor droht die neue Börsenwoche ohnehin weiter unruhig und schwankungsreich zu bleiben. Denn in den kommenden Tagen stehen zahlreiche Quartalszahlen auf der Agenda, unter anderem von den Schwergewichten Microsoft, Meta Platforms und Apple. Hinzu kommt am Mittwoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, auf die sich der Gesamtmarkt bereits vorbereitet.
ASIEN
Die asiatischen Märkte geraten am Dienstag unter Druck.
Besonders der japanische Nikkei 225 gerät dabei unter die Räder und gibt zeitweise kräftige 4,21 Prozent auf 62'198,40 Punkte nach.
Auf dem chinesischen Festland ist ebenso ein Minus zu sehen: Der Shanghai Composite verliert stellenweise 1,35 Prozent auf 3'806,18 Zähler.
Der Hang Seng zeigt sich derweil etwas stabiler und verliert zwischenzeitlich nur 0,20 Prozent auf 25'157,40 Einheiten.
Kräftig abwärts geht es allerdings in Südkorea: Der technologielastige KOSPI rutscht zeitweise um 11,09 Prozent auf 6'006,72 Punkte ab.
An den asiatischen Aktienmärkten geht es am Dienstag zum Teil steil nach unten. In Südkorea bricht der KOSPI ein, auch in Japan werden heftige Verluste verbucht. Die bekannten Bedenken über die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) lösen eine erneute Verkaufswelle unter Halbleiterweiten aus. Der Ausverkauf im Chipsektor trifft die Börsen in Südkorea und Japan besonders hart. Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts NVIDIA 750 Milliarden US-Dollar überstiegen, schürt Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Bereits in den USA zeigten sich Halbleiterwerte schwach.
Mit dem nahenden Monatsultimo steige zudem die Neigung zu Gewinnmitnahmen - gerade im Technologiesektor, heißt es. Zudem sorgt ein weiterer Bericht für Unruhe: In China nimmt offenbar ein staatlich unterstütztes Unternehmen die Massenproduktion von bestimmten Lithografie-Maschinen auf, die in der Halbleiterbranche Verwendung finden. Damit steigt unter Halbleiteranlagenherstellern der Wettbewerb.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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