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Geändert am: 26.06.2026 08:04:26
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Apple bringt erneute KI-Sorgen: Schwache Vorgaben für den ATX -- DAX tiefer erwartet -- Börsen in Asien deutlich unter Druck
AUSTRIA
Die Wiener Börse hat schwache Vorgaben vor der Brust.
Der ATX ging noch am Vortag 0,4 Prozent höher bei 6.488,55 Punkten in den Feierabend.
Die Vorgaben der Übersee-Börsen fielen uneinheitlich aus. Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich erneut dünn. Datenseitig richteten Marktteilnehmer ihren Blick auf Veröffentlichungen in den USA.
Die Schockwellen aus Asien könnten am letzten Handelstag der Woche auch den heimischen Aktienmarkt erfassen und nach unten ziehen. Auslöser für die trübe Stimmung ist eine massive Verkaufswelle an den asiatischen Börsen, wo Anleger nach einer jüngsten Rekordjagd Kassa machten. Experten zufolge kehren die Zweifel an den extrem hohen Bewertungen rund um das Thema Künstliche Intelligenz zurück, verstärkt durch die Sorge vor einer drohenden Knappheit bei Speicherchips, was die Investoren pünktlich zum Wochenende deutlich vorsichtiger agieren lässt.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt steht vor einem schwachem Start.
Der DAX hatte noch am Donnerstag 1,03 Prozent fester bei 24'994,83 Zählern geschlossen.
Nach den hohen Kursverlusten an den Börsen in Tokio und Seoul steht aber auch dem deutschen Aktienmarkt ein schwacher Wochenausklang bevor. Der Broker IG taxierte den DAX am Freitag knapp zwei Stunden vor dem Xetra-Start rund ein Prozent tiefer bei 24.780 Punkten, womit sich auch auf Wochensicht ein Minus von knapp einem Prozent abzeichnet. In Asien setzten vor dem Wochenende massive Gewinnmitnahmen ein, nachdem die Indizes zuvor auf Rekordstände geklettert waren. Marktbeobachter führen die Trendwende auf zurückkehrende Bedenken hinsichtlich der hohen Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie auf Sorgen vor einer Verknappung von Speicherchips zurück, was die Risikoaversion der Anleger spürbar erhöht.
WALL STREET
Die US-Börsen schlossen am Donnerstag auf unterschiedlichem Terrain.
Der Dow Jones Industrial, der im Handelsverlauf bei 52.655,66 Punkten noch ein neues Rekordhoch erreicht hatte, legte schlussendlich nur noch leicht um 0,14 Prozent auf 51.920,93 Punkte zu.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss unterdessen 0,46 Prozent tiefer bei 25.358,60 Zählern.
Die Wall Street konnte die Erleichterungsrally im Technologiesektor am Donnerstag nicht komplett verteidigen. Etwas Rückenwind kam von Micron Technology und beruhigenden Inflationsdaten.
Der Speicherchiphersteller Micron Technology hauchte der KI-getriebenen Rally am Aktienmarkt neues Leben ein. Das Unternehmen hat die Markterwartungen bei praktisch allen wichtigen Finanzkennziffern klar übertroffen und den Ausblick mit einer beeindruckenden Prognose angehoben - die Aktien haussieren.
Marktakteure werteten den Zahlenausweis als Vertrauensbeweis für das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Die Geschäftszahlen "haben die Hoffnungen auf KI-getriebenes Wachstum neu entfacht und dazu beigetragen, die Angst vor einer möglichen Blase zu zerstreuen", urteilt Marktstratege Henry Allen von der Deutschen Bank.
Ein weiterer den Markt stützender Faktor kam vom Ölpreis. Denn die Erdölpreise fielen zeitweise mit Fortschritten bei den Friedensverhandlungen und der offenbar sicheren Passage von Tankern durch die Straße von Hormus. Die Preise bewegten sich wieder auf dem Niveau, auf dem sie vor Ausbruch des Iran-Krieges gelegen hatten.
ASIEN
Die Börsen in Asien sacken am letzten Handelstag der Woche kräftig ab.
In Tokio verliert der Nikkei 225 zeitweise massive 4,46 Prozent auf 69.140,17 Zähler.
Auf dem chinesischen Festland rutscht daneben der Shanghai Composite kräftige 1,61 Prozent auf 4.054,07 Zähler ab.
In Hongkong fällt der Hang Seng 1,61 Prozent auf 22.705,36Indexpunkte.
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichnen am Freitag deutliche Kursverluste, allen voran in Südkorea und Japan, da Investoren nach der jüngsten Technologie-Rallye Gewinne mitnahmen. Auslöser für die Sorgen am Markt war der US-Tech-Riese Apple, der durch Preiserhöhungen bei Macs und iPads versuchte, die steigenden Chip- und Speicherkosten abzufedern, was am Markt neue Bedenken hinsichtlich der Rentabilität und der hohen Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz schürte. Diese Schwäche in Asien folgte auf verhaltene Vorgaben von der Wall Street, wo Techwerte - die eigentlich von den optimistischen Quartalszahlen des Halbleiterherstellers Micron Technology angetrieben worden waren - nicht halten konnte, nachdem die Apple-Aktie um mehr als sechs Prozent eingebrochen war. Im Zuge dessen gaben auch die US-Aktien-Futures spürbar nach, da Anleger zum Quartalsende hin vermehrt ihr Engagement in Technologieaktien reduzierten.
Auch in Tokio trübte sich die Stimmung weiter ein, nachdem ein Medienbericht über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI für zusätzliche Verkaufsbereitschaft sorgte. Die Nachricht belastete insbesondere die Aktien des Technologieinvestors SoftBank, der stark auf das KI-Unternehmen setzt.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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