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Geändert am: 10.08.2026 08:10:18
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ATX leichter erwartet -- DAX vorbörslich wenig bewegt -- Asiens Börsen im Plus
AUSTRIA
Der heimische Aktienmarkt wird zum Wochenstart mit Verlusten erwartet.
Der ATX dürfte leichter starten.
Die Lage um die Strasse von Hormus ist eher unklarer geworden. Deutlich wird aber, dass die USA entgegen ihrer Ankündigungen keine wirkliche Rolle bei den Gesprächen spielen. Der Iran hat unterstrichen, dass er kurz vor einer Einigung mit dem Oman über die Verwaltung des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Strasse steht, hat nun aber Zusatzforderungen in Richtung USA erhoben. Sorgen macht auch die Wirtschaft in China, wo die Erzeugerpreise im Juli um 3,5 Prozent angestiegen sind. Das war geringer als erwartet und deutet auf ein Nachlassen des Erholungsmomentums der dortigen Wirtschaft an. Der schwächere US-Arbeitsmarkt hat für Entspannung bei den Zinserhöhungserwartungen gesorgt. Allerdings dürften sich Anleger vor den wichtigen US-Verbraucherpreisen am Mittwoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, heisst es. Der Datenkalender am Montag ist leer. Das dürfte die Bedeutung von technischen Handelsmarken in den Vordergrund rücken, heisst es im Handel.
DEUTSCHLAND
Der DAX behält sein Rekordhoch vom Freitagnachmittag zu Wochenbeginn im Visier.
Der DAX notiert rund eine Stunde vor Handelsstart knapp im Plus.
Trotz höherer Ölpreise präsentieren sich die Aktienmärkte in Japan und Südkorea am Montagmorgen robust. US-Präsident Donald Trump hat sich inmitten eines bislang ausgebliebenen diplomatischen Durchbruchs mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus gelassen gegeben. "Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie", sagte der US-Präsident laut "Axios" über das Hin und Her mit dem Iran.
WALL STREET
Der Dow Jones Industrial startete zunächst leicht im Minus, drehte anschließend jedoch unmittelbar ins Plus und beendete den Handeltag 0,28 Prozent höher bei 54.036,93 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite präsentierte sich besonders stark und gewann 1,30 Prozent auf 26.690,62 Zähler.
Die US-Börsen setzten am Freitag ihre Erholung fort und beendeten die Woche mit deutlichen Kursaufschlägen. Der S&P 500 markierte dabei ein neues Rekordhoch, wobei vor allem Technologiewerte für positive Impulse sorgten. Rückenwind erhielt die Stimmung insbesondere durch einen schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht. Die unerwartet verhaltene Beschäftigungsentwicklung verringerte die Befürchtung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und ließ die Renditen am Anleihemarkt sinken.
In der Folge rechneten Anleger verstärkt mit einer lockereren Geldpolitik. Gleichzeitig stützten sinkende Ölpreise und damit nachlassende Inflationssorgen sowie die weiterhin robuste Berichtssaison die Risikobereitschaft. Besonders stark nachgefragt wurden Aktien aus dem Technologie- und KI-Sektor, nachdem an den Märkten zuletzt verstärkt über die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz und deren langfristige Ertragsperspektiven diskutiert worden war. Der US-Dollar gab nach, während Anleihen von den rückläufigen Renditen profitierten. Insgesamt schlossen die US-Märkte eine volatile Handelswoche mit einem freundlichen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Geldpolitik ab.
Daneben blieben die Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus. Der zunehmende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen könnte eine Friedenslösung im Iran-Krieg erschweren. US-Präsident Donald Trump zeigte sich dagegen weiterhin überzeugt, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus bevorstehen könnte. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten zog der Ölpreis zuletzt etwas an.
ASIEN
Die Rekordstände der Wall Street beflügeln am Montag die asiatischen Börsen, die in der Mehrzahl mit Aufschlägen notieren.
Der japanische Nikkei 225 legt zeitweise 1,84 Prozent auf 66'812,87 Punkte zu.
Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite unterdessen 0,20 Prozent höher bei 3'947,91 Zählern.
Der Hang Seng in Hongkong gewinnt 0,72 Prozent auf 25'853,69 Einheiten.
Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht dämpft die Sorgen über kurzfristige Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und stützt somit die Aktienmärkte. "Die Fed-Fund-Futures implizieren jetzt eine 57-prozentige Wahrscheinlichkeit für keine Zinsänderung im September, nach einer 54-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung vor dem Arbeitsmarktbericht", erläutert Marktanalyst Matt Simpson von StoneX. Trotz der positiven Stimmung gibt es auch mahnende Stimmen im Handel, denn die Unsicherheiten über den Fortgang des Iran-Krieges und die Wiederöffnung der für den Ölhandel so eminent wichtigen Straße von Hormus sind groß.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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