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Geändert am: 25.08.2026 08:07:28

ATX vor vorsichtigem Start -- DAX etwas stärker erwartet -- Asiens Börsen uneins

AUSTRIA

Anleger an der Wiener Börse dürften sich am Dienstag noch zurückhaltend zeigen.

Der ATX wird mit einer vorsichtigen Eröffnung erwartet.

Auf einen interessanten Tag setzen Händler am Morgen. Die Märkte dürften ganz im Zeichen der angeschlagenen US-Anleihemärkte stehen und die Ankündingungen von US-Finanzminister Scott Bessent diskutieren. Dabei dürfte Vorsicht dominieren, denn mit den NVIDIA-Zahlen und US-Inflationsdaten am Mittwoch sowie der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf der Notenbanker-Konferenz am Freitag stehen noch wichtige Ereignisse bevor. In Deutschland steht der Ifo-Index an. Angesichts der geopolitischen Probleme gilt er aber als fremdbestimmt, seine Signale seien für Anleger nicht nachhaltig, heisst es. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen liegt bei rund 4,70 Prozent. Entsprechend verbuchten besonders die zinsempfindliche Technologiewerte an der Nasdaq Abgaben. Laut CNBC erwägt US-Finanzminister Bessent, die Liquiditätsreserve der Fed von knapp 1 Billion Dollar anzuzapfen, um die langfristigen US-Renditen zu senken. Dies sehe aber eher nach ersten Panikanzeichen als einem Plan aus, heisst es im Handel. An der enormen Kreditnachfrage durch Staatsverschuldung und KI-Investoren ändere es nichts, zusammen mit der galoppierenden US-Inflation verlangten Langfrist-Investoren einfach höhere Renditen. Dazu drohte Bessent mit harten Wirtschaftssanktionen gegen Iran und betonte die Sekundärsanktionen gegen Länder, die Geschäfte mit dem Iran betreiben. Dies könnte einen Konflikt mit China provozieren. "Die eigentliche Ankündigung wirkte weit weniger dramatisch als erwartet, mit einer grossen Kluft zwischen Rhetorik und Substanz", beschwichtigt Jorge Leon, Leiter der geopolitischen Analyse bei Rystad Energy.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt wird leicht im Plus erwartet.

Der DAX dürfte zum Handelsstart leicht anspringen.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften auch am Dienstag vorsichtig bleiben vor womöglich wegweisenden Ereignissen im weiteren Wochenverlauf. Dazu zählen NVIDIA-Quartalszahlen am Mittwoch und Signale zur US-Geldpolitik, wenn am Freitag Fed-Präsidenten Kevin Warsh auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole spricht.

WALL STREET

Die US-Börsen konnten sich zum Wochenbeginn für keine gemeinsame Richtung entscheiden.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung minimal tiefer, drehte im Verlauf aber ins Plus. Er beendete den Handel 0,26 Prozent fester bei 53.417,16 Punkten.
Beim NASDAQ Composite waren zum Börsenstart bereits spürbare Abgaben zu sehen und auch im Anschluss ging es abwärts. Letztlich stand hier ein Abschlag von 0,76 Prozent auf 25.980,19 Zähler an der Kurstafel.

Nach der Kurserholung am Freitag entwickelten sich die US-Aktienmärkten zu Wochenbeginn uneinheitlich. Während der überwiegend mit Standardwerten bestückten Dow Jones Industrial am Montag moderat zulegte, ging es für den technologielastigen Auswahlindex NASDAQ abwärts. Negative Vorgaben aus Asien, die am Mittwoch nachbörslich anstehenden Quartalszahlen NVIDIA sowie Spekulationen über Preiserhöhungen wegen steigender Kosten bei der KI-Chip-Koryphäe verunsicherten den weltweiten Chipsektor. Hinzu kamen die Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

In ihrem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation "Wirtschaftlicher Verstoßener" zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent im Tagesverlauf auf einer Pressekonferenz.

Am Donnerstag findet das Notenbanktreffen in Jackson Hole, unter anderem mit einer Rede des Fed-Chefs Kevin Warsh statt. Hiervon erhoffen sich Anleger angesichts hoher Ölpreise und gestiegener Anleiherenditen Hinweise auf den künftigen Zinspfad der US-Notenbank. Entscheidend werde sein, ob Warsh stärker über die Inflation oder über den Anleihemarkt besorgt sei, sagte Josh Gilbert, Analyst bei eToro.

ASIEN

Die asiatischen Börsen verzeichnen am Dienstag unterschiedliche Vorzeichen.

So steigt der Nikkei 225 in Tokio zeitweise um 0,31 Prozent auf 65.730,64 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite unterdessen 0,07 Prozent höher bei 3.884,76 Zählern.

In Hongkong ist ein Minus zu erkennen: Für den Hang Seng geht es um 0,14 Prozent abwärts auf 25.482,30 Einheiten.

Am Dienstag lässt sich an den Börsen in Ostasien keine einheitliche Tendenz ausmachen. Händler berichten von Zurückhaltung vor den Quartalszahlen von NVIDIA, die am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht werden. Von den Zahlen und vor allem dem Ausblick des Konzerns erhoffen sich Anleger Aufschluss darüber, ob die Nachfrage die massiven Investitionen in den KI-Ausbau rechtfertigt. Vorsichtshalber trennen sich die Investoren von Technologiewerten, besonders mit KI-Bezug. Sie folgen damit den negativen US-Vorgaben.

Daneben lastet weiter der Iran-Krieg auf der Stimmung. US-Finanzminister Scott Bessent hat neue Massnahmen angekündigt, mit denen das iranische Regime isoliert werden soll. China, der wichtigste Handelspartner des Irans, dürfte sich dem Druck der USA aber nicht beugen, vermutet Joseph Capurso von der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Kampagne gegen den Iran könnte daher vor dem nächsten US-chinesischen Gipfeltreffen im September den "Burgfrieden" im Handelsstreit zwischen den USA und China gefährden, fügt er hinzu.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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