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Geändert am: 25.07.2023 22:18:23

Fed-Zinsentscheid naht: US-Börsen letztlich im Plus -- ATX schließt auf grünem Terrain -- DAX zum Handelsende wenig bewegt -- Asiatische Börsen letztlich mehrheitlich in Grün

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt tendierte am Dienstag nach oben.

Der ATX notierte kurz nach Start der Dienstagssitzung etwas fester und blieb auch im weiteren Verlauf in der Gewinnzone. Letztendlich beendete er die Sitzung 0,34 Prozent fester bei 3.241,45 Punkten.

Vor den Zinssitzungen der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank (EZB) in dieser Woche hielten sich Investoren mit größeren Engagements zurück.

Konjunkturseitig richtete sich die Aufmerksamkeit am Vormittag auf das ifo-Geschäftsklima aus Deutschland, das im Mai zum dritten Mal in Folge gesunken ist. "Die Vorgaben vonseiten der ZEW- und sentix-Befragungen waren bereits negativ und hinzugekommen sind gestern die unerwartet schwachen Ergebnisse der Einkaufsmanagerindizes", schickten hierzu die Experten der Helaba voraus. Alles in allem sei mit einem nochmaligen Rückgang zu rechnen.

DEUTSCHLAND

Die deutsche Börse zeigte sich stabil.

Der DAX ging etwas tiefer in die Sitzung, im weiteren Verlauf blieb er in Sichtreichweite zur Nulllinie. Am Abend stand noch ein kleines Plus in Höhe von 0,13 Prozent auf 16.211,59 Punkte an der Kurstafel.

Der DAX kam vor den Notenbank-Entscheidungen in dieser Woche weiterhin kaum vom Fleck. Zu groß ist die Sorge der Anleger, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Außerdem stand an diesem Morgen mit dem ifo-Geschäftsklima der wichtigste deutsche Konjunkturindikator an, das wie von den Experten erwartet die dritte Eintrübung in Folge verzeichnet hat. Die Berichtssaison hierzulande hielt zugleich Positives und Negatives bereit. An der Wall Street schaffte der Dow Jones Industrial inmitten der Berichtssaison und vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Vorabend den elften Gewinntag in Folge. Laut der Commerzbank die längste Serie seit 2017. Dabei stünden in dieser Woche 150 Quartalsberichte von Unternehmen aus dem S&P 500 auf der Agenda. In Deutschland legte adidas am Montagabend nach Handelsende Eckdaten für das zweite Quartal vor und wurde für das Gesamtjahr etwas optimistischer. Negativ überraschte indes der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer , der seinen Gewinnausblick wegen des Preisverfalls des Herbizids Glyphosat senkte.

WALL STREET

Die US-Börsen beendeten den Dienstagshandel im Plus.

Der Dow Jones Index legte letztlich um marginale 0,08 Prozent auf 35.438,07 Punkte zu, nachdem er die Sitzung kaum verändert eröffnet hatte. Im Handelsverlauf erreichte er außerdem ein neues Jahreshoch. Der technologielastige NASDAQ Composite ging bei 14.144,56 Zählern um 0,61 Prozent stärker aus dem Handel. Er war bereits im Plus gestartet und hatte seine Gewinne anschließend ausgebaut.

Vor wichtigen Geschäftszahlen großer US-Technologiekonzerne und der nahenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed legten die Börsen in New York am Dienstag zu. Als Fundament des leichten Optimismus fungierte die Annahme, dass es der Fed trotz ihres Zinserhöhungszyklus gelingen werde, der US-Konjunktur eine weiche Landung ohne Rezession zu bescheren. Auch ging die Überzeugung um, der Zinsgipfel in den USA sei mit der nächsten Zinserhöhung erreicht.

Doch müssen diese Annahmen durch die Kommentare von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Mittwoch untermauert werden. Sollte Powell weitere Zinserhöhungen andeuten, dürfte die Wall Street auf Talfahrt gehen, waren sich Händler ziemlich sicher. Denn dann müsste ein Teil des Optimismus in Sachen Konjunktur- und Zinsentwicklung ausgepreist werden. "Die Fed-Vertreter werden Anleger daran erinnern, dass der Zinserhöhungszyklus wahrscheinlich noch nicht zu Ende ist und eine weitere Zinserhöhung in den USA wahrscheinlich bevorstehen wird. Es besteht also eine große Chance, dass die Fed denjenigen die Laune verderben wird, die glauben, dass die Zinserhöhung in dieser Woche die letzte für diesen Straffungszyklus in den USA sein wird", warnte Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote unmissverständlich.

Die US-Konjunkturdaten des Tages fielen indes besser als erwartet aus. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtete, stieg der Index des Verbrauchervertrauens auf 117,0. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Stand von 112,0 erwartet. Der Vormonatswert wurde zudem nach oben revidiert.

ASIEN

An den asiatischen Börsen ging es überwiegend aufwärts.

Der japanische Leitindex Nikkei verlor letztlich 0,06 Prozent auf 32.682,51 Punkte.

Während der Shanghai Composite schließlich 2,13 Prozent auf 3.231,52 Einheiten gewann, ging es für den Hang Seng in Hongkong letztlich 4,10 Prozent auf 19.434,40 Zähler nach oben.

An den Börsen in Ostasien überwogen am Dienstag die positiven Vorzeichen, wobei die Gewinne aber sehr unterschiedlich ausfielen. Besonders deutlich ging es an den chinesischen Handelsplätzen nach oben, nachdem die Führung in Peking der heimischen Wirtschaft neue Stimuli zugesagt hat.

Zu den Branchen, die die chinesische Regierung unterstützen will, gehört neben den Herstellern von Unterhaltungselektronik und Möbeln die mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfende Immobilienbranche. Analysten merkten an, dass das chinesische Politbüro bei seiner Sitzung am Montag darauf verzichtet habe, das Prinzip "Wohnungen sind zum Wohnen da, nicht zum Spekulieren" zu erwähnen, dafür aber von der sich verändernden Dynamik des Immobilienmarkts gesprochen habe. Daraus schlossen die Analysten, dass künftige Lockerungen der Immobilienmarktpolitik bedeutender ausfallen könnten als bislang angenommen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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