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Geändert am: 24.08.2026 12:41:43
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ATX kaum verändert -- DAX wenig bewegt - 26.000-Punkte-Marke im Blick -- Asiens Börsen letztlich im Minus
AUSTRIA
Die Wiener Börse beginnt die Woche mit einer ruhigen Tendenz.
Der ATX eröffnete den Handelstag 0,01 Prozent höher bei 6.632,25 Punkten, rutscht dann aber in die Verlustzone. Im Tagesverlauf kann er sein Minus jedoch ausgleichen und bewegt sich inzwischen nahe seines letzten Schlusskurses.
Einen verhaltenen Start in eine spannende Woche beobachten Händler am Montag. Politik und Anleihemarkt dürften im Fokus stehen. Impulsgebende Konjunkturnachrichten gibt es am Montag nicht, viele Marktteilnehmer dürften derzeit weitere Entwicklungen im Nahostkonflikt, die am Mittwoch anstehenden NVIDIA-Ergebnisse und das Notenbankertreffen in Jackson Hole abwarten.
Das Vorgehen der USA wird als immer diffuser wahrgenommen. Der Iran soll mit noch härteren Sanktionen belegt werden, zugleich soll der ehemalige Verbündete Kanada mit neuen Strafzöllen überzogen werden. Der wehrt sich und hat Vergeltungszölle angekündigt. Seit der US-Drohung vor einer Woche, auch den Oman zu bombardieren, sind Marktteilnehmer aber zurückhaltender geworden, sofort auf Ankündigungen der Trump-Administration zu reagieren. Am US-Anleihemarkt war die Entspannung kurzlebig nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, vermehrt langlaufende Aktien zurückzukaufen. Mit entsprechender Spannung wird dem ersten Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole entgegengeblickt. Derweil stehen am Mittwoch Geschäftszahlen von NVIDIA auf dem Programm. Sie konnten zuletzt keine Euphorie mehr im KI-Sektor auslösen, auch wenn sie eigentlich überzeugend ausfielen.
DEUTSCHLAND
Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigen sich am Montag zurückhaltend.
Der DAX verzeichnete zum Sitzungsstart Verluste von 0,17 Prozent bei 26.091,29 Zählern. Im weiteren Verlauf behält er den Hang zur Schwäche zunächst bei, bevor er in einer engen Range um die Nulllinie notiert.
Damit bliebt die Marke von 26.000 Punkten im Blick sowie der Unterstützung der 21-Tage-Linie, die ein charttechnisch viel beachteter, kurzfristiger Trendindikator ist. Der Weg zurück zum Rekordhoch von gut 26.574 Punkten dürfte derweil steinig bleiben angesichts wichtiger Ereignisse im Laufe der Woche.
"NVIDIAs Zahlen, die Präzisierung wirtschaftlicher (US-)Sanktionen gegen den Iran und das Notenbanktreffen in Jackson Hole: Jedes dieser Ereignisse hat für sich betrachtet das Potenzial, neue Unruhe an den Märkten auszulösen", schrieb Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consors Bank. Der DAX müsse vor diesem Hintergrund erst noch beweisen, ob die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke belastbar sei. Ein Rutsch darunter "könnte zu einer spürbaren Zunahme der Schwankungen beitragen".
WALL STREET
Die US-Börsen beendeten die Freitagssitzung mit positiver Tendenz.
Der Dow Jones bewegte sich während der gesamten Sitzung in der Gewinnzone und legte zum Handelsschluss um 0,98 Prozent auf 53.277,01 Punkte zu.
Beim NASDAQ Composite fiel der Tagesgeinn etwas geringer aus. Er schloss 0,43 Prozent höher auf 26.180,45 Zählern.
Für eine gewisse Beruhigung sorgte, dass die heftigen Bewegungen am US-Anleihemarkt zeitweise nachließen. Entwarnung gab es dort allerdings nicht: Die Rendite zehnjähriger Treasuries bewegte sich zum Handelsschluss um 4,7 Prozent, bei 30-jährigen US-Staatsanleihen waren es mehr als 5,2 Prozent. Sorgen über die inzwischen auf mehr als 40 Billionen Dollar gestiegene US-Staatsverschuldung, hohe Haushaltsdefizite und Inflationsrisiken bleiben damit ein Belastungsfaktor für Aktien.
Unter den Sektoren gehörten Grundstoffwerte zu den Gewinnern. Unterstützung kam zudem von einigen erfreulichen Unternehmenszahlen. Ross Stores beispielsweise verteuerte sich nach besser als erwarteten Quartalszahlen und einer angehobenen Jahresprognose deutlich. Auch Kryptowährungen sorgten für Bewegung: Bitcoin stieg auf den höchsten Stand seit Mai, wovon kryptonahe Aktien profitierten.
ASIEN
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Montag mit Verlusten.
So gab der Nikkei 225 in Tokio letztlich um 0,74 Prozent auf 65.528,09 Punkte nach.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,59 Prozent tiefer bei 3.882,01 Zählern.
In Hongkong war ein Minus zu erkennen: Für den Hang Seng ging es um 1,89 Prozent abwärts auf 25.517,33 Einheiten.
Zum Start in die neue Woche dominierten an den Börsen in Ostasien negative Vorzeichen. Anleger trennten sich vor allem von Technologiewerten, getrieben von neuen Zweifeln an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen. Auslöser ist eine massive Kapitalerhöhung durch Alibaba. Positive Vorgaben der US-Börsen vom späten Freitag verpufften, nachdem sich der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada über das Wochenende verschärft hat. Eine Einigung scheiterte in letzter Minute.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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