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Geändert am: 20.07.2026 22:26:46

ATX schließt fester -- DAX letztlich wenig bewegt -- US-Börsen schließen schwächer -- Asiens Börsen zum Handelsende im Plus - Nikkei pausiert

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt startete fester in die neue Woche.

Zwar notierte der ATX im frühen Handel noch etwas tiefer, im Verlauf drehte er aber in die Gewinnzone und beendete den Handel 0,50 Prozent höher bei 6.396,80 Punkten.

"Wer derzeit an den Märkten nach Orientierung sucht, findet vor allem neue Fragezeichen", kommentierte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Für Verunsicherung sorgten aktuell Nachrichten zum Iran-Krieg. Nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran kündigte US-Außenminister Marco Rubio weitere Maßnahmen gegen den Iran an, weil dieser nach seinen Worten unvermindert die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz angreift. "Solange der Iran darauf besteht, eine internationale Wasserstraße zu kontrollieren, werden wir darauf reagieren müssen."

Die USA blieben jedoch stets offen für eine diplomatische Lösung, so Rubio. Unterdessen erhielt der Iran eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Außenamtssprecher Esmail Baghaei bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete.

Zunächst hatten die Ölpreise im frühen Handel um bis zu vier Prozent zugelegt. Sie gaben dann aber die deutlichen Gewinne wieder ab, als der Iran eine mögliche Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA andeutete.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt hielten sich die Anleger in der neuen Woche etwas zurück.

So startete der DAX mit kleinen Abgaben in den Montagshandel und schwankte im Verlauf zwischen Verlusten und Gewinnen. Letztlich notierte er 0,06 Prozent im Plus bei 24.846,69 Zählern.

Nach zwei Verlustwochen in Folge versuchte sich der DAX am Montag etwas zu stabilisieren. In den vergangenen beiden Wochen hatten dem DAX eine teils scharfe Korrektur bei heiß gelaufenen KI-Aktien sowie die Eskalation des Krieges zwischen den USA und dem Iran zugesetzt.

Gleichwohl sah es an anderen Finanzmärkten, die in den vorangegangenen Monaten stärker am KI-Boom hingen, wie etwa die südkoreanische Aktienbörse, teils deutlich schlimmer aus. Im Fokus blieb zu Wochenbeginn der Iran-Krieg. Während sich die Streitkräfte beider Staaten in einer weiteren Nacht gegenseitig attackierten, wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion.

WALL STREET

Nach dem schwachen Freitag präsentierten sich die US-Börsen am Montag erneut schwächer.

Für den Dow Jones Industrial ging es schlussendlich mit einem Minus von 0,59 Prozent bei 51.841,28 Punkten in den Feierabend.
Der technologielastige NASDAQ Composite musste seine zwischenzeitlichen Gewinne abgeben und schloss 0,05 Prozent tiefer bei 25.508,07 Zählern.

Im Iran-Krieg haben die USA die neunte Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik bombardiert. Teheran meldete Explosionen in mehreren Landesteilen und reagierte wieder mit Vergeltungsangriffen auf Bahrain und Kuwait. Inmitten der Attacken gab es erstmals seit Tagen aber auch wieder Zeichen für eine mögliche diplomatische Annäherung.

ASIEN

Die Börsen in Fernost zeigten sich am Montag mit Gewinnen.

Der japanische Nikkei 225 war in der feiertagsbedingten Pause. Zuletzt präsentierte er sich mit rotem Vorzeichen, am Freitag ging es kräftige 4,03 Prozent abwärts auf 64.141,12 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland legte der Shanghai Composite letztlich um 0,85 Prozent auf 3.796,28 Zähler zu.

In Hongkong war auch ein Plus zu sehen: Der Hang Seng gewann schließlich 2,36 Prozent auf 25.143,05 Einheiten.

Zum Start in die neue Woche präsentierten sich die Börsen in Ostasien gut behauptet. Die japanischen Handelsplätze waren wegen eines Feiertags geschlossen. In Seoul belasteten erneut Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms. Die chinesischen Börsen wurden hingegen vom Optimismus über die auf der KI-Konferenz WAIC vorgestellten heimischen Neuentwicklungen nach oben getragen. Dass die chinesische Notenbank die Referenzsätze für Kredite unverändert belassen hatte, war keine Überraschung und hatte daher keinen Einfluss auf den Markt. Gesucht waren in China Halbleiterwerte.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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