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Geändert am: 17.04.2026 10:48:57

Hoffnung auf Lösung im Iran-Konflikt: ATX und DAX in Grün -- Asiens Börsen letztlich im Minus

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt bewegt sich in der Gewinnzone.

Der ATX notierte im frühen Handel zeitweise 0,15 Prozent im Plus bei 5.874,39 Punkten und kann seine Gewinne anschließend weiter ausbauen.

Das europäische Umfeld zeigt sich leicht in der Gewinnzone. Marktteilnehmer setzten derzeit auf eine dauerhafte Friedenslösung und auch darauf, dass die Straße von Hormuz bald wieder befahrbar sein werde, schrieben die Analysten der Helaba. Zwar seien die Öl- und Gaspreise noch erhöht, dennoch habe die Risikobereitschaft insgesamt zugenommen. Der Brent-Preis war am Vorabend wieder bis knapp an die Marke von 100 US-Dollar gestiegen und lag zuletzt bei gut 98 US-Dollar.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich mit Zuschlägen.

Der DAX startete 0,02 Prozent tiefer bei 24.150,47 Punkten in den Handelstag und kann im weiteren Verlauf seine Gewinne etwas ausbauen.

Nach der jüngsten Rückkehr des DAX über die 24.000-Punkte-Marke lassen es die Anleger am Freitag langsamer angehen. Trotz der Erholung um mehr als acht Prozent seit Ende März liegt der DAX noch rund viereinhalb Prozent unter dem Niveau von Ende Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Neue Störfeuer aus dem Iran-Konflikt bleiben vor dem Wochenende aus, und so gibt es nach wie vor kein Anzeichen, dass die Anleger willig sind, Gewinne mitzunehmen. "Der Markt will steigen", schrieb am Morgen der Experte Emmanuel Cau von der Barclays Bank. Der Waffenstillstand habe die Anlegerstimmung verbessert und die Angst, etwas zu verpassen, habe die Aktienkurse mancher US-Indizes auf neue Höchststände getrieben.

WALL STREET

Anleger an der Wall Street trauten sich erst im Späthandel am Donnerstag etwas aus ihrer Deckung.

Entsprechend Dow Jones hielt sich das Barometer nach etwas höherer Eröffnung lange nahe der Nulllinie auf. Im Späthandel ging es dann moderat nach oben. Sein Schlussstand: 48.578,54 Punkte (+0,24%).
Auch der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung etwas höher und verharrte dann zwischen Gewinnen und Verlusten. Letztlich legte auch er zu und verabschiedete sich 0,36 Prozent fester bei 24.102,70 Punkten aus dem Handel.

Der Markt ist weiter zuversichtlich, dass der Iran-Krieg im Zuge von Verhandlungen beendet wird, hieß es. Trotz zaghafter Fortschritte bestehen aber weiterhin große Hürden - darunter die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms, hieß es weiter. Dies führe dazu, dass die Märkte weiterhin sehr sensibel auf geopolitische Entwicklungen reagierten. "Die Märkte handeln weiterhin auf der Grundlage des Optimismus, dass der Konflikt letztendlich in Wochen beigelegt wird", so Deutsche Bank Research.

"Die beiden Parteien erwägen Berichten zufolge, ihren Waffenstillstand um weitere zwei Wochen zu verlängern, um mehr Zeit für die Aushandlung eines Friedensabkommens zu haben", sagten die Analysten von ANZ Research unter Berufung auf einen Medienbericht. "Vermittler drängen angeblich auf einen Kompromiss bei offenen Fragen, einschließlich der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und des iranischen Urananreicherungsprogramms", ergänzten die Analysten. Zudem sprachen die Anführer Israels und des Libanon laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag miteinander - die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten.

ASIEN

Anleger an den asiatischen Börsen zeigten sich am Freitag zurückhaltend.

In Tokio sank der Nikkei 225 letztlich 1,75 Prozent auf 58.475,90 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite schlussendlich 0,10 Prozent tiefer bei 4.051,43 Zählern.

Abwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng notierte letztlich 0,89 Prozent im Minus bei 26'160,33 Einheiten.

Nach den teils kräftigen Aufschlägen an den Vortagen geht es am Freitag an den Börsen in Ostasien mit den Indizes etwas nach unten - trotz leicht positiver Vorgaben der Wall Street. Marktbeobachter sprechen von Gewinnmitnahmen, zumal vor dem handelsfreien Wochenende, an dem auf neue Entwicklungen insbesondere im Iran-Krieg und bei den Ölpreisen nicht unmittelbar reagiert werden kann. Dazu sind die Ölpreise gegenüber der gleichen Vortageszeit um rund 3 Dollar gestiegen auf gut 98 Dollar bei der Sorte Brent.

Während positiv zur Kenntnis genommen wird, dass zwischen Israel und Libanon ein zehntägiger Waffenstillstand in Kraft getreten ist, könnte am Wochenende laut US-Präsident Trump ein weiteres Treffen zwischen den USA und dem Iran stattfinden. Dabei überwiegt an den Märkten weiter die Hoffnung auf eine Annäherung.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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