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Geändert am: 17.02.2022 22:02:17

Verluste an den US-Börsen -- Ukraine-Krise sorgt erneut für Spannungen: ATX gibt zum Handelsschluss deutlich nach -- DAX verliert schlussendlich -- Asiens Börsen letztlich uneins

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag schwächer.

Der ATX tendierte im frühen Handel noch leicht im Plus, fiel im Laufe des Vormittags jedoch ins Minus zurück. Anschließend notierte er deutlich schwächer und beendete die Sitzung 1,61 Prozent tiefer bei 3.884,58 Punkten.

Die Nervosität an den Finanzmärkten war nach Einschätzung der Helaba-Analysten weiterhin groß. So wurde über die Belastbarkeit der ersten Entspannungssignale im Ukraine-Konflikt spekuliert. Eine dauerhafte Lösung zeichnete sich noch nicht ab und die Laune der Marktteilnehmer trübte sich schnell wieder ein, hieß es weiter. Zudem belasteten Äußerungen eines ranghohen US-Regierungsbeamten, wonach die Ankündigung Russlands über einen Teilabzug seiner Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine als Falschinformation einzustufen sei.

Auf Unternehmensseite legte am heimischen Aktienmarkt AMAG Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 vor. Deutlich höhere Aluminiumpreise sowie ein Anstieg bei den Absatzmengen haben dem Aluminiumkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz- und Gewinnsprung beschert. Zudem veröffentlichte DO&CO seine Geschäftsergebnisse. Weiters wurden von der STRABAG Umsatzzahlen und der Auftragseingang für das 4. Quartal 2021 vorgelegt.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex bewegte sich am Donnerstag auf rotem Terrain.

Der DAX eröffnete die Sitzung etwas stärker, fiel dann jedoch an die Nulllinie zurück. Zuletzt zeigte er sich deutlich tiefer: Am Abend stand noch ein Minus von 0,67 Prozent auf 15.267,63 Punkte an der Kurstafel.

Ein Trend sei gerade nicht zu erkennen, erläuterte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Mehr als eine Seitwärtsbewegung sei in den kommenden Tage kaum zu erwarten, analysierte der Charttechnik-Experte Andreas Büchler von Index Radar. Experte Andreas Lipkow von comdirect sagte, nachhaltige Kaufargumente fehlten derzeit, auch wenn sich einzelne Unternehmenszahlen an diesem Donnerstag durchaus sehen lassen könnten.

Die US-Notenbank Fed steht vor einer ersten Zinsanhebung in der Corona-Pandemie. Dies ließ sich aus dem jüngsten Protokoll zur letzten US-Notenbanksitzung ablesen. Im Gegensatz zum Protokoll vom Jahresanfang sorgte der Auszug diesmal aber am Markt nicht für Ungemach. Als Belastung erwies sich die Ungewissheit über die weitere Entwicklung im Russland/Ukraine-Konflikt.

WALL STREET

Die US-Börsen tendierten am Donnerstag in der Verlustzone.

Der Dow Jones verabschiedete sich 1,78 Prozent schwächer bei 34.311,18 Punkten in den Feierabend. Der Techwerteindex NASDAQ Composite musste unterdessen ein Minus von 2,88 Prozent auf 13.716,72 Punkte verkraften.

Belastend wirkten die jüngsten Nachrichten aus der Ostukraine. So haben die USA ihre Warnung vor einer russischen Invasion in der Ukraine erneuert. Laut US-Verteidigungsminister Lloyd Austin könnten die Kämpfe in der Ostukraine dafür einen Vorwand bieten. Derweil fordert der russische Präsident Wladimir Putin den Abzug aller US-Soldaten aus Ost- und Mitteleuropa.

"Wir müssen uns mehr auf das konzentrieren, was vor Ort getan wird, als auf das, was gesagt wird", sagt Paul Jackson, globaler Leiter des Asset Allocation Research bei Invesco. "Ich gehe davon aus, dass die Angelegenheit auf diplomatischem Wege geregelt werden wird. Wenn die Märkte noch weiter fallen, wäre das meiner Meinung nach eine Gelegenheit zum Kauf."

Zugleich rückten die Themen Zinsen und Inflation wieder stärker in den Fokus. Vor Börsenstart lieferten Daten Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft und damit der US-Notenbank Material für die Zinsentscheidungen. Der Philadelphia-Fed-Index fiel etwas schwächer aus als erwartet und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas höher als prognostiziert. Die Abweichungen sind aber nicht gross genug, um prinzipielle Zinssorgen zu dämpfen.

ASIEN

Die Börsen in Asien tendierten am Donnerstag in verschiedene Richtungen.

Der japanische Leitindex Nikkei verlor bis zum Handelsende 0,83 Prozent auf 27.232,87 Punkte.

Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland notierte derweil bei 3.468,04 Zählern mit einem Plus von 0,06 Prozent. In Hongkong legte der Hang Seng letztlich um 0,30 Prozent auf 24.792,77 Einheiten zu.

Die Entspannungssignale im Ukraine-Konflikt zerstreuten sich wieder, weil ein Abzug von russischen Truppen noch nicht bestätigt werden konnte. Dagegen stützte das Protokoll der US-Notenbanksitzung im Januar vom Vorabend. Darin wird der Wille der Fed deutlich, die Inflation zu bekämpfen, doch deuten sich keine Maßnahmen an, die über das am Markt erwartete Ausmaß hinausgehen. Mit der weiter angespannten Lage in der Ukraine waren tendenziell sichere Häfen gesucht, wie Anleihen oder Gold und am Devisenmarkt der Yen.

"Wir haben den Höhepunkt der Unsicherheit in der Geldpolitik erreicht", sagte Jason England, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors. "Das Protokoll hatte nach der bereits auf der Januar-Sitzung vollzogenen Kehrtwende nicht viel mehr zu bieten". Es habe keine Diskussion über eine Anhebung um 50 Basispunkte gegeben, die viele für März eingepreist hätten. Und "es gab nicht viele Informationen über die Fed-Bilanz, obwohl sie erwähnten, dass der Abfluss dieses Mal wahrscheinlich schneller erfolgen wird als nach der letzten Krise", so der Teilnehmer.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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