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Geändert am: 16.04.2026 22:02:27
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Hoffnung auf Lösung im Iran-Konflikt: ATX gibt Gewinne letztlich ab -- DAX schließt etwas höher -- Wall Street schließlich etwas fester -- Asiens Börsen im Plus - Nikkei zieht kräftig an
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt drehte am Donnerstag ins Minus.
Der ATX notierte im frühen Handel im Plus und konnte seine Gewinne anschließend zunächst weiter ausbauen. Im Tagesverlauf rutschte er jedoch auf rotes Terrain, wo er 0,28 Prozent schwächer bei 5.865,47 Punkten in den Feierabend ging.
Das zur Wochenmitte erreichte Rekordhoch bei knapp 5.922 Punkten verlor er damit aus der Reichweite.
Positiven Übersee-Vorgaben mit Rekordmarken bei einigen US-Börsenbarometern standen auf hohem Niveau verharrenden Ölpreise gegenüber. "Derzeit setzen Marktteilnehmer auf fortgesetzte Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran", schrieben die Analysten der Helaba: "Die Risikobereitschaft ist gestiegen und die Renditen sind im Zuge rückläufiger Energiepreise gesunken."
Die Entwicklung der Energiepreise bleibt dabei ein zentraler Faktor für die Inflation. Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Krieges treibt die Teuerung im Euroraum spürbar nach oben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März um durchschnittlich 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, womit das EU-Statistikamt Eurostat eine erste Schätzung leicht nach oben revidierte. Tendenziell positive Konjunkturdaten aus den USA hatten am Nachmittag keinen Einfluss auf die Aktienkurse.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich letztlich auf grünem Terrain.
Der DAX startete bereits im Plus und verbuchte anschließend weitgehend weitere Gewinne. Im Tagesverlauf schrumpfte sein Plus jedoch zusammen, sodass zum Ende der Sitzung noch 24.154,47 Punkte (+0,36 Prozent) an der Kurstafel in Frankfurt zu sehen waren.
Die jüngsten US-Börsenrekorde haben den vortags wenig bewegten DAX am Donnerstag etwas gestützt.
"Die Hoffnung auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes (zwischen dem Iran und den USA) treibt Anlegerinnen und Anleger in Aktien", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Bestmarke des marktbreiten S&P 500 vom Vortag wertete er als Beleg, dass "der US-Aktienmarkt den Iran-Krieg hinter sich gelassen hat, bevor er wirklich vorbei ist".
Die aktuellen Bewertungen in New York beinhalteten allerdings "eine gehörige Portion Optimismus", was die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs angehe, gab Altmann zu bedenken. Denn ein Friedensschluss wäre erst der "Startschuss für einen langen und steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren Energiemärkten".
Zudem bestätigte Vermittler Pakistan Spekulationen über schnelle weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA bislang nicht. Das Land habe "offene Gesprächskanäle mit den betroffenen Parteien aufrechterhalten", sagte ein Aussenamtssprecher in Islamabad. Aus Diplomatenkreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, ein neuer Gesprächstermin zwischen den Kriegsparteien werde erst nach der Rückkehr des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif von einer Reise zu mehreren anderen muslimischen Vermittlerstaaten am Samstag festgelegt.
WALL STREET
Anleger an der Wall Street trauten sich erst im Späthandel am Donnerstag etwas aus ihrer Deckung.
Entsprechend Dow Jones hielt sich das Barometer nach etwas höherer Eröffnung lange nahe der Nulllinie auf. Im Späthandel ging es dann moderat nach oben. Sein Schlussstand: 48.578,54 Punkte (+0,24%).
Auch der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung etwas höher und verharrte dann zwischen Gewinnen und Verlusten. Letztlich legte auch er zu und verabschiedete sich 0,36 Prozent fester bei 24.102,70 Punkten aus dem Handel.
Der Markt ist weiter zuversichtlich, dass der Iran-Krieg im Zuge von Verhandlungen beendet wird, hieß es. Trotz zaghafter Fortschritte bestehen aber weiterhin große Hürden - darunter die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms, hieß es weiter. Dies führe dazu, dass die Märkte weiterhin sehr sensibel auf geopolitische Entwicklungen reagierten. "Die Märkte handeln weiterhin auf der Grundlage des Optimismus, dass der Konflikt letztendlich in Wochen beigelegt wird", so Deutsche Bank Research.
"Die beiden Parteien erwägen Berichten zufolge, ihren Waffenstillstand um weitere zwei Wochen zu verlängern, um mehr Zeit für die Aushandlung eines Friedensabkommens zu haben", sagten die Analysten von ANZ Research unter Berufung auf einen Medienbericht. "Vermittler drängen angeblich auf einen Kompromiss bei offenen Fragen, einschließlich der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und des iranischen Urananreicherungsprogramms", ergänzten die Analysten. Zudem sprachen die Anführer Israels und des Libanon laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag miteinander - die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten.
ASIEN
Anleger an den asiatischen Börsen zeigten sich am Donnerstag kaufbereit.
In Tokio kletterte der Nikkei 225 letztlich 2,38 Prozent nach oben auf 59.518,34 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite schlussendlich 0,70 Prozent fester bei 4.055,55 Zählern.
Aufwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng notierte letztlich 1,72 Prozent fester bei 26.394,26 Einheiten.
Die Börsen in Ostasien sind angesichts von Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Iran-Krieg erneut gestiegen. In Bezug auf eine mögliche Fortsetzung der US-iranischen Verhandlungen hieß es in einer aktuellen Stellungnahme des Weißen Hauses, man sei "zuversichtlich, was die Aussichten auf ein Abkommen" mit dem Iran betrifft. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump dem amerikanischen Fernsehsender Fox News zudem gesagt, dass er glaube, der Iran-Krieg sei "fast vorbei".
Die Ölpreise stiegen am Donnerstag im Zuge der US-Seeblockade der Straße von Hormus wieder leicht. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni liegt derzeit bei rund 95 Dollar und damit etwas höher als am Mittwoch, allerdings weiterhin deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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