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Geändert am: 07.07.2026 12:31:51

ATX in Rot -- DAX tiefer -- Asiens Börsen schließen im Minus

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt zeigt sich mit Abschlägen.

Der ATX gab kurz nach Handelsstart 0,48 Prozent auf 6.534,29 Punkte ab und verbleibt auch weiterhin in der Verlustzone.

International richten sich die Blicke anfänglich nach Deutschland. Immer mehr Unternehmen in Deutschland klagen trotz der Entspannung im Nahost-Konflikt über Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten. Im Juni hatten 17,2 Prozent der Betriebe mit Materialengpässen zu kämpfen, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter Führungskräften mitteilte. Im Mai lag der Anteil noch bei 15,9 Prozent. Die Forscher führen das auf den Iran-Krieg zurück.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag mit Verlusten.

Der DAX verlor anfänglich 0,18 Prozent auf 25.770,45 Punkte und gibt auch weiterhin nach.

Am Donnerstag noch hatte der Leitindex seinen fast sechs Monate alten Höchststand getoppt, am Freitag erstmals die Marke von 25.800 Punkten übersprungen und am Montag die Marke von 25.900 Punkten erstmals getestet. In Asien war der südkoreanische KOSPI, zuletzt zum Sinnbild der KI-Rally geworden, zeitweise um 8 Prozent abgesackt. Zuletzt stand ein Minus von 6 Prozent zu Buche, vor allem ausgelöst durch einen Kursrutsch der Samsung-Aktie nach Eckzahlen zum zweiten Quartal. Zwar sei das Zahlenwerk auf den ersten Blick hervorragend, doch die Aktie bereits so hoch bewertet, dass bereits alle erdenklich positiven Erwartungen eingepreist gewesen seien, erklärte Marktbeobachter Stephen Innes. Der "erste KI-Stresstest" sei damit fehlgeschlagen.

Hinzu komme, dass die US-Bank Morgan Stanley einen Wandel im KI-Markt sieht: weg von Chips und hin zu Hyperscalern, ergänzte er. Das leicht verdiente Geld mit wachstumsgetriebenen Chip- und Speicheraktien dürfte zunehmend einer breiteren zyklischen Rotation weichen, die durch den Iran-Krieg unterbrochen worden sei. Nun aber fielen die Ölpreise wieder und die Zinsen stabilisierten sich.

WALL STREET

Die US-Börsen starteten nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende mit stärkeren Tendenz in die neue Börsenwoche.

Der Dow Jones Industrial eröffnete etwas leichter und drehte direkt danach ins Plus, wobei er bei 53.060,10 Zählern ein neues Rekordhoch erreichte. Nach einem Ausflug unter die Nulllinie gelang ihm wieder der Sprung zurück auf grünes Terrain. Schlussendlich ging er 0,3 Prozent stärker bei 53.056,80 Punkten in den Feierabend.
Dagegen startete der Techwerteindex NASDAQ Composite mit einem kräftigen Gewinn und baute diesen anschließend sogar noch aus. Er beendete die Sitzung 1,12 Prozent fester bei 26.121,16 Zählern.

Halbleiterwerte legten teils kräftig zu - in einer Woche, in der die südkoreanischen Speicherchip-Giganten Samsung und SK hynix den KI-Boom erneut auf die Probe stellen dürften. Samsung wird am Dienstag seine Geschäftszahlen vorlegen. Dem folgt die US-Börsennotierung von SK Hynix mit einem Volumen von rund 28 Milliarden US-Dollar. Diese Ereignisse gewinnen in einer Woche zusätzlich an Bedeutung, die kaum wichtige Wirtschaftsdaten bereithält und in der die US-Berichtssaison noch nicht wirklich anläuft.

ASIEN

Die Börsen in Asien haben am Dienstag nachgegeben.

In Tokio bewegte sich der Nikkei 225 2,12 Prozent nach unten auf 68.256,96 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite derweil 1,26 Prozent auf 3.990,24 Zähler ab.

Verluste wurden auch aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng 0,51 Prozent auf 23.496,89 Indexpunkte abwärts ging.

Schwere Verluste in Seoul dominierten am Dienstag das Geschehen an den Börsen in Ostasien und Australien. Der in den vergangenen Wochen teils extrem volatile KOSPI sackt kräftig ab. Der Index gilt als stark technologielastig und leidet einmal mehr unter Gewinnmitnahmen bei Technologietiteln. Samsung Electronics rutschen deutlich ab, obwohl das Unternehmen einen 19-fachen Anstieg des operativen Gewinns im zweiten Quartal in Aussicht gestellt hat und damit eine Fortsetzung der Rekordgewinnserie inmitten des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) und der Nachfrage nach Chips für KI-Infrastrukturen und -Anwendungen. Konkret rechnet Samsung umgerechnet mit 58,47 Milliarden Dollar. Damit würde der operative Gewinn aus dem Vorquartal um 56 Prozent übertroffen. Der Quartalsumsatz soll sich der Prognose zufolge mehr als verdoppeln.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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