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Geändert am: 06.08.2026 09:42:33

Zahlreiche Bilanzvorlagen: ATX mit leichtem Plus -- DAX-Anleger unentschlossen - kaum Bewegung -- Mehrheitlich Verluste in Asien

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt zeigt sich mit Gewinnen.

Der ATX markierte seinen Erstkurs bei 6.704,05 Punkten, im Verlauf sind leichte Aufschläge zu sehen.

"Der Nahost-Konflikt bleibt marktbestimmend", schreiben die Experten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Die Hoffnung, dass die Straße von Hormuz demnächst gefahrlos passiert werden kann, habe die Energiepreise unter Druck gebracht und die Risikobereitschaft steigen lassen. Die an der Meerenge grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt prägt Unentschlossenheit das Bild.

Der DAX ist mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 26.116,27 Punkten in den Handel eingestiegen und pendelt im Verlauf um die Nulllinie.

Damit bleibt der Leitindex in der Nähe seiner jüngsten Rekorde. Am Vortag war der deutsche Leitindex erstmals über 26.400 Punkte gestiegen, ehe ihm die Luft ausging. "Wir sehen die ersten Gewinnmitnahmen", schrieb dazu der Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Nach dieser beeindruckenden Rally sei das absolut normal. Ein Durchatmen sei gesund für die so hoch gelaufenen Indizes.

Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung im Iran-Krieg und setzen auf die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge von Hormus. Die daran grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.

Für etwas Entspannung sorgen die Ölpreise, die zunächst nicht weiter gestiegen sind. Andererseits stehen Techwerte wieder unter Druck nach einigen enttäuschenden Geschäftszahlen aus dem Chipsektor der USA. Die asiatischen Börsen meldeten Verluste. Hierzulande dürfte die Berichtssaison erneut Akzente setzen. Allein aus dem DAX stehen acht Unternehmen mit Quartalszahlen im Fokus.

WALL STREET

An den US-Börsen ging es zur Wochenmitte in unterschiedliche Richtungen.

Der Dow Jones Industrial legte nach einer freundlichen Eröffnung weiter zu und konnte sogar bei 54.744,33 Punkten ein neues Allzeithoch erreichen. Zur Schlussglocke lag er 0,49 Prozent im Plus bei 54.349,12 Punkten.
Dagegen drehte der technologielastige NASDAQ Composite nach einem positiven Start ins Minus und ging 0,83 Prozent schwächer bei 26.363,44 Zählern in den Feierabend.

Der US-Leitindex setzte dabei sein Rekordjagd fort. Etwas Unterstützung für die Börsen kam vom überraschend schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht, der Zinserhöhungsängste lindert.

An den beiden Vortagen hatten die US-Aktienmärkte kräftig zugelegt mit neuen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Kriegs, zumal Ölpreise und Anleiherenditen deutlich fielen. Noch am Dienstag hatte US-Finanzminister Scott Bessent gesagt, die Straße von Hormus könnte "bald" wieder geöffnet werden. Doch bislang wurde keine Einigung vermeldet.

ASIEN

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstag mehrheitlich schwächer.

Der japanische Nikkei 225 rutschte zeitweise um 0,93 Prozent auf 65.683,26 Punkte ab.

Auf dem chinesischen Festland zeigten sich unterdessen Gewinne: Der Shanghai Composite legte 0,57 Prozent auf 3.900,35 Punkte zu.

Kräftig abwärts geht es unterdessen für den Hang Seng in Hongkong, der zeitweise 1,78 Prozent auf 25.454,31 Punkte verliert.

Mehrheitlich mit Abgaben zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag. Schwache Ergebnisse von SanDisk und Western Digital drücken die Werte aus dem Chip-Sektor deutlicher ins Minus, womit sich die Volatilität bei den Aktien aus dem Bereich fortsetzt. Der Datenspeicher-Anbieter SanDisk meldete für das vierte Quartal einen stark gestiegenen Umsatz, da der Ausbau der KI die Nachfrage weiter anheizt. Aber der lediglich im Rahmen der Erwartungen liegende Ausblick für das laufende Quartal sorgt für Enttäuschung. Auch bei Western Digital belastet der konservative Ausblick auf das laufende Quartal. Die Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal fielen indes überzeugend aus. Damit verstärkten sich erneut die Sorgen vor einer Verlangsamung des KI-Booms, heißt es.

Die Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen dagegen für keinen positiven Impuls. "Der Iran hat mitgeteilt, eine Einigung mit dem Oman über eine vorgeschlagene Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus erzielt zu haben, die Details müssten jedoch noch geklärt werden", so die Analysten von ANZ Research. Der Ölpreis erholt sich von zwischenzeitlichen Abgaben und zeigt sich nur wenig verändert. Die geplanten Transitgebühren würden die Transportkosten für Öl erhöhen, heißt es von Beobachtern.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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