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Geändert am: 06.07.2026 12:26:20
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Fehlende Impulse machen sich bemerkbar: ATX gibt nach -- DAX schleicht auf neue Rekordmarken -- Asiens Börsen uneinheitlich
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt bewegt sich zum Wochenstart auf rotem Terrain.
Der ATX war bei 6.565,92 Punkten in den Handel gestartet und pendelte im Verlauf zunächst um die Nulllinie, bevor die Verkäufer die Oberhand gewannen.
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich noch sehr dünn. Datenseitig rücken zu Wochenbeginn Stimmungsindikatoren in den Fokus der Marktteilnehmer. Das Interesse richtet sich dabei vor allem am Nachmittag auf die USA, denn dort steht die Veröffentlichung des ISM-Indexes des Servicesektors an, hieß es in einem Helaba-Kommentar. Bereits am Vormittag werden in der Eurozone die Ergebnisse der sentix-Umfrage für den laufenden Monat bekanntgegeben.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt legt auch am Montag leicht zu.
Der DAX war mit einem Plus von 0,13 Prozent bei 25'811,90 Punkten in den Handel eingestiegen und bleibt im Verlauf auf grünem Terrain. Bei 25.900,10 Punkten wird ein neues Rekordhoch erreicht.
Nach seinem Rekordlauf in der vergangenen Woche zeigt sich der deutsche Leitindex damit weiter freundlich. Stützend wirken teils freundliche Aktienmärkte in Asien. Dort sorge die Aussicht auf starke US-Quartalszahlen und nachgebende Ölpreise für positive Stimmung, schrieben die Experten der Steubing Wertpapierhandelsbank.
Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex seinen fast sechs Monate alten Höchststand getoppt und am Freitag dann erstmals auch die Marke von 25'800 Punkten übersprungen. Charttechnik-Analyst Christoph Geyer hält den Markt inzwischen für überkauft, sodass er in nächster Zeit mit einem Rücksetzer rechnet.
Hinsichtlich der jüngsten Schwäche der KI-Werte, gibt JPMorgan-Stratege Mislav Matejka derweil Entwarnung. Er geht davon aus, dass Anleger nun wieder verstärkt Einstiegschancen wittern. Für den Halbleiterzyklus sei ein nahes Ende nicht in Sicht, da es nennenswerte neue Kapazitäten vermutlich nicht vor 2028 geben werde. Zudem sieht Matejka, ähnlich wie die Experten von Steubing, die anstehende Berichtssaison allgemein als Stütze für die Aktienmärkte.
WALL STREET
Die Wall Street zeigte sich vor dem langen Wochenende mit ungleicher Tendenz.
So stand zur Startglocke für den Dow Jones Industrial ein Plus an der Kurstafel. Anschließend ging es weiter nach oben. Er markierte dabei ein neues Rekordhoch. Letztlich verabschiedete sich das Börsenbarometer 1,14 Prozent höher bei 52.899,24 Punkten.
Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung minimal höher, im weiteren Handel fiel er jedoch ins Minus zurück, wo er den Tag 0,8 Prozent schwächer bei 25.832,67 Zählern beendete.
Am Freitag wird wegen dem anstehenden Independence-Day nicht gehandelt.
Dass die US-Wirtschaft im Juni nur halb so viele neue Stellen geschaffen hat wie erwartet, dürfte nach Einschätzung der Landesbank Helaba die jüngst tendenziell gestiegenen Ängste vor einer Leitzinsanhebung dämpfen. Das sollte den Börsen helfen, da höhere Zinsen die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen schmälern.
Üblicherweise steht der monatliche Arbeitsmarktbericht am ersten Freitag des Folgemonats auf der Agenda. Doch da der Nationalfeiertag am 4. Juli diesmal auf einen Samstag fällt, wird er bereits Freitag zuvor begangen, weshalb die US-Börsen dann geschlossen bleiben.
ASIEN
Die Börsen in Asien zeigten sich zum Wochenstart uneinheitlich.
In Tokio schloss der Nikkei 225 kaum verändert mit einem marginalen Abschlag von 0,01 Prozent bei 69.737,69 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland suchte der Shanghai Composite ebenfalls nach seiner Richtung und ging schlussendlich 0,06 Prozent tiefer bei 4.041,24 Punkten in den Feierabend.
Gewinne wurden unterdessen aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng 1,14 Prozent auf 23.616,32 Punkte nach oben ging.
Nach den starken Gewinnen der Vorwoche verzeichneten die technologiegeprägten Börsen in Japan und Südkorea am Montag Kursverluste. Anleger nutzten die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen im Halbleitersektor. Abseits der Tech-Werte sorgten sinkende Ölpreise und eine leichte Entspannung der geopolitischen Lage für Kursgewinne insbesondere an den chinesischen Börsen.
Für die kommenden Tage stehen zwei entscheidende Impulse an: Einerseits liefert das anstehende Fed-Protokoll der Juni-Sitzung neue Hinweise auf die geldpolitische Ausrichtung bei nachlassendem Inflations- und Arbeitsmarktdruck. Andererseits startet bald die neue Quartalssaison. Hier wird sich zeigen müssen, ob der milliardenschwere KI-Boom bereits die fundamentalen Unternehmensdaten und das Gewinnwachstum beflügelt.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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