Neue Dividendenpolitik 28.02.2025 15:07:41

BASF-Aktie im Plus: Kräftiges operatives Gewinnplus für 2025 geplant

BASF-Aktie im Plus: Kräftiges operatives Gewinnplus für 2025 geplant

Der Chemieriese kündigte bei Veröffentlichung der vollständigen Bilanz für 2024 an, den bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) auf 8,0 bis 8,4 Milliarden Euro von zuletzt 7,86 Milliarden Euro zu steigern. Alle Segmente mit Ausnahme von Chemicals würden voraussichtlich zum Ergebnisanstieg beitragen, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Analysten hatten in einem von BASF zusammengestellten Konsens mit einer Prognose von 8,4 Milliarden Euro kalkuliert.

Die Aktionäre sollen für 2024 entsprechend der neuen Dividendenpolitik nur die neue Mindestausschüttung von 2,25 Euro je Aktie erhalten. Für das Vorjahr waren noch 3,40 Euro ausgeschüttet worden. Der neue Vorstandschef Markus Kamieth hat den bisherigen Automatismus einer fortgesetzt steigenden Dividende gestoppt, als er im September ein umfassendes Sparprogramm verkündete.

Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte der Chemieriese bereits vor fünf Wochen veröffentlicht. Demnach sank der Umsatz 2024 um 5,3 Prozent auf 65,3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter belief sich auf 1,3 (Vorjahr: 0,225) Milliarden Euro. Dazu trug ein um 800 Millionen Euro höheres Beteiligungsergebnis bei, wie BASF erklärte.

1 Mrd. Euro jährliche Kosten mit Sparprogrammen reduziert

BASF hat im Rahmen seiner beiden laufenden Sparprogramme bis zum Jahresende dauerhafte jährliche Kosteneinsparungen von insgesamt rund 1 Milliarde Euro erreicht. Das sind rund 200 Millionen Euro mehr als per Ende September. "Wir sind auf gutem Weg, die angestrebten jährlichen Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro bis Ende 2026 zu erreichen", bestätigte Finanzvorstand Dirk Elvermann. Rund 100 Millionen Euro der Einsparsumme erbrachte dabei das im Februar 2024 angekündigte Kosteneinsparprogramm für Ludwigshafen.

Bis Ende September fielen für die Umsetzung der Programme in Summe Einmalkosten in Höhe von rund 900 Millionen Euro an, das ist in etwa die Hälfte der insgesamt kalkulierten Aufwendungen. Bis zum Ende dieses Jahres will BASF die dauerhaften jährlichen Einsparungen auf 1,5 Milliarden Euro nach oben treiben, wie aus einer Präsentation hervorgeht.

BASF spricht von einem wenig "aufregenden" Start ins neue Geschäftsjahr

BASF sind nach den Worten von CEO Markus Kamieth mit Ausnahme des Agrargeschäfts alle anderen Segmente so in das neue Geschäftsjahr gestartet wie erwartet. In der Agrarsparte habe es einige Vorzieheffekte im vierten Quartal gegeben, das werde für das Auftaktquartal deshalb eine kleine Herausforderung, sagte er in einer Analystentelefonkonferenz. Auch im Upstream-Geschäft habe es zuletzt keine Dynamik gegeben, aber insgesamt sei es robust.

CFO Dirk Elvermann nannte den Start ins neue Jahr insgesamt "nicht aufregend", das erste Quartal werde aber "okay" sein.

Mit Blick auf 2024 insgesamt sagte Kamieth, die ausgegebene Prognose unterstelle Volumenwachstum in allen Geschäftsbereichen und für BASF insgesamt ein Absatzplus von 3 Prozent, gleichlaufend mit der erwarteten Marktentwicklung. Beim Absatz sei man sehr zuversichtlich, dass dies auch so komme.

Volatilität erwarte man aber auf der Margenseite. Die Spanne bei der Gewinnprognose - BASF erwartet für 2024 ein bereinigtes EBITDA zwischen 8,0 und 8,4 Milliarden Euro - sei mehr der Frage geschuldet, wie sich die Margen im Laufe des Jahres erholten, speziell im Upstream-Geschäft, so Kamieth.

"Wir glauben, dass dies nicht übermäßig ehrgeizig ist, aber es ist realistisch und trägt auch den Unsicherheiten Rechnung, die wir derzeit auf dem Markt haben", sagte Kamieth mit Blick auf die Prognose.

BASF-Finanzchef: US-Zölle machen uns nicht übermäßig nervös

Den Vorstand des Chemiekonzerns BASF machen die angedrohten Zölle von US-Präsident Donald Trump für Importe in die USA nach eigenen Angaben nicht nervös. "Es hat ein gewisses Potenzial, es macht uns nicht wahnsinnig nervös, aber hält uns gerade beschäftigt", sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann am Freitag in Ludwigshafen. Das allermeiste - das gelte für Europa, Nordamerika, Asien, aber auch Südamerika - werde in der Region für die jeweilige Region hergestellt. Da sei BASF von Zöllen nicht betroffen. Aber natürlich gebe es auch einen kleineren Teil, den dies treffen würde. Hier könnte ein niedriger dreistelliger Millionen-Betrag anfallen.

"Wenn es für die Chemieindustrie schwierig wird, ist die BASF gegenüber allen Wettbewerbern besser aufgestellt", fügte Unternehmenschef Markus Kamieth hinzu. BASF sei die größte oder zweitgrößte Chemiefirma in den USA. Dort sei das Unternehmen richtig gut aufgestellt und habe einen hohen lokalen Anteil. Wenn es die Chemieindustrie treffe, treffe es BASF am wenigsten.

US-Präsident Trump hat jüngst Zölle von 25 Prozent auf Importe aus der Europäischen Union angekündigt. Man habe eine Entscheidung getroffen und werde sie "bald" bekannt geben, sagte er während einer Kabinettssitzung in Washington. Betroffen seien Autos, aber auch andere Waren.

Via XETRA steigt die BASF-Aktie zwischenzeitlich um 0,76 Prozent auf 49,14 Euro.

DOW JONES / (dpa-AFX)

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Bildquelle: BASF SE

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