Iran im Fokus 10.02.2026 16:01:38

Weshalb die Ölpreise derzeit steigen

Weshalb die Ölpreise derzeit steigen

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 69,34 US-Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Montag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 17 Cent auf 64,53 Dollar.

Die Ölpreise stabilisierten sich nach den Kursgewinnen am Vortag. Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA sorgt weiterhin für Verunsicherung. Die Verhandlungen im Oman gehen zwar weiter: So reiste der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats für Gespräche in den Golfstaat. Allerdings hatten die Vereinigten Staaten am Montag US-Schiffe aufgefordert, soweit wie möglich von der iranischen Grenze wegzubleiben, wenn sie die Straße von Hormus durchqueren. Dies hatte die Ölpreise am Montag gestützt. Seit Jahresbeginn treibt der Konflikt zwischen dem Iran und den USA die Ölpreise tendenziell an, sie legten seither um rund 10 Prozent zu.

Sollte es zu einem US-Angriff auf den Iran kommen, wird eine Ausweitung der Risiken auf die gesamte Region am Persischen Golf befürchtet. Gerade die Auswirkungen auf wichtige Schifffahrtsrouten werden gefürchtet. Sollte sich der Konflikt beruhigen, dürfte laut Händlern der große Überschuss am Rohölmarkt wieder stärker in den Fokus der Märkte geraten. Dies würde die Preise tendenziell belasten.

Neben dem Iran-Konflikt gibt es aber weitere Angebotsrisiken. So dürfte "Kasachstan in diesem Monat 35 Prozent weniger Öl exportieren als ursprünglich geplant, wenn die Erholung der Produktion im Tengiz-Ölfeld weiterhin schleppend verläuft", schreibt Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Ein weiterer preisunterstützender Faktor sei die sich abzeichnende Abkehr Indiens von Ölimporten aus Russland.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

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