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Goldpreis und Ölpreis 23.06.2026 08:20:12

Goldpreis: Durch Dollarstärke ausgebremst

Goldpreis: Durch Dollarstärke ausgebremst

von Jörg Bernhard

Mit über 101 Punkten kletterte der Dollarindex auf den höchsten Stand seit über 14 Monaten und verteuerte dadurch den Goldkauf außerhalb der USA. Der Präsident der Fed von Chicago, Austan Goolsbee, sagte am gestrigen Montag, dass der US-Arbeitsmarkt derzeit stabil sei. Deshalb konzentriere er sich vor allem auf die Frage, ob die Inflation auf einem zu hohen Niveau verharren werde oder ob sie mit dem Nachlassen der Auswirkungen hoher Zölle und einer möglichen Entspannung im Nahen Osten wieder zurückgehen könnte. Für zusätzliche Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed richten Anleger ihren Blick nun auf die am Donnerstag anstehenden Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures, PCE). Dieser Preisindex gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich der Index im Mai von 3,3 auf 3,4 Prozent p.a. beschleunigt haben.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 66,30 auf 4.136,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Brent notiert 35 Prozent unter Jahreshoch

Der Ölpreis gab im frühen Dienstagshandel erneut nach und setzte damit die Verluste des Vortages fort. Anleger hoffen nun darauf, dass sich die Rohöltransporte durch die Straße von Hormus nach den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran wieder dauerhaft normalisieren. Verantwortlich für die jüngste Talfahrt des fossilen Energieträgers war die Entscheidung der Vereinigten Staaten, dem Iran nach ersten Friedensgesprächen eine 60-tägige Aussetzung bestimmter Sanktionen zu gewähren. Zudem berichteten Behörden von einer Beruhigung der Lage im Libanon im Rahmen des umfassenderen Friedensabkommens. Daten zur Schiffsverfolgung zeigten, dass in der Straße von Hormus die Zahl der Tankerdurchfahrten in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen habe.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,89 auf 72,97 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,06 auf 76,84 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.at

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