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Devisen im Blick 27.05.2026 16:46:39

Darum steigt der Euro leicht

Darum steigt der Euro leicht

Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1642 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch etwas niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1637 (Dienstag: 1,1634) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8593 (0,8595) Euro.

Kurzzeitig war der Euro bis auf 1,1661 Dollar gestiegen. Iranische Medien berichteten, dass sie einen Entwurf für ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs erhalten hätten. Es handle sich um eine Absichtserklärung, dass die US-Streitkräfte die Seeblockade aufheben und sich aus den Gewässern in der Nähe des Iran zurückziehen würden, berichtete das staatliche Fernsehen. Der Iran wolle im Gegenzug die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr öffnen. Eine Einigung sei aber noch nicht erzielt. Die Unsicherheit bleibt also hoch.

Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten hat der Devisenmarkt aktuell vor allem die Zinserwartungen im Fokus. "Ob wir nun wirklich eine Lösung im Irankonflikt in Kürze sehen oder nicht, eins scheint festzustehen: dass die EZB im Juni den Leitzins erhöhen wird", schrieb Commerzbank-Analystin Antje Praefcke in ihrem Morgenkommentar. Der Markt preise eine Zinserhöhung im Juni auch fast vollkommen ein, sodass sie keine Überraschung sein sollte. Die Hoffnung auf eine Lösung habe zudem zuletzt bereits die Zinserhöhungserwartungen im weiteren Jahresverlauf für die EZB gedämpft.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86618 (0,86375) britische Pfund, 185,52 (185,22) japanische Yen und 0,9153 (0,9136) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.441 Dollar. Das waren 66 Dollar weniger als am Vortag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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