18.03.2026 15:04:38

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Echte ...

Echte Technologieoffenheit erfordert deutliche Nachbesserungen am

EU-Automobilpaket / Brossardt: "Strafzahlungen verhindern, faire

Rahmenbedingungen und Wettbewerbsfähigkeit stärken"

Brüssel (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert

Nachbesserungen am Automobilpaket der EU-Kommission. "Europas Fahrzeugindustrie

steht massiv unter Druck. Erfreulicherweise hat die Kommission erkannt, dass

Handlungsbedarf bei den Flottengrenzwerten besteht. Sie will nun zusätzliche

Optionen zulassen, wie Unternehmen das CO2-Ziel bis 2035 erreichen können. Als

bayerische Wirtschaft bewerten wir jeden Schritt hin zu mehr

Technologieoffenheit grundsätzlich positiv", erklärte vbw Hauptgeschäftsführer

Bertram Brossardt anlässlich eines Politischen Dialogs in Brüssel über die

europäische Fahrzeugindustrie und ergänzte: "Allerdings stellen wir uns das Aus

vom absoluten Verbrenner-Aus anders vor. Wenn Brüssel die europäische

Fahrzeugindustrie wirklich stärken will, brauchen wir dringend Nachbesserungen."

Konkret benennt die vbw drei Kernpunkte zur Anpassung des Automobilpakets:

Erstens ist das Grundproblem der aktuellen Flottenregulierung zu lösen: Es sind

massive Bußgelder vorgesehen, wenn Grenzwerte überschritten werden. Das

bedeutet zusätzliche Belastungen für Unternehmen, aber keinen echten Fortschritt

für den Klimaschutz. "Transformation darf nicht zu Destruktion führen. Strafen

bringen uns nicht weiter, die Wirtschaft braucht Unterstützung", betonte

Brossardt. Zweitens müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet sein, dass sie das

Erreichen der Ziele für Fahrzeugbauer möglich machen. "Nach der bisherigen Logik

können die Hersteller für Überschreitungen der Flottengrenzwerte auch dann

sanktioniert werden, wenn die Verantwortung für die Zielverfehlung gar nicht bei

ihnen liegt. Mit dem Autopaket muss das anders gelöst werden: Wenn wir mehr

grünen Stahl wollen, brauchen wir einen wesentlich schnelleren Hochlauf der

Wasserstoffwirtschaft. Wenn wir mehr Elektromobilität wollen, brauchen wir eine

flächendeckende Ladeinfrastruktur - für Pkw und Lkw. Wenn wir erneuerbare

Kraftstoffe als Option nutzbar machen wollen, brauchen wir endlich eine faire

Regelung zur Anrechnung ", forderte Brossardt. Als dritten und letzten Punkt

setzt die vbw auf eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, nicht auf neue

Konflikte. "Local-Content-Vorgaben können eine ambitionierte und entschlossene

Standortpolitik nicht ersetzen. Sie können handelspolitische Konflikte

provozieren und damit der exportorientierten Industrie schaden. Es bleibt dabei:

Wir dürfen Protektionismus nicht mit Protektionismus beantworten", so Brossardt.

Abschließend erklärte Brossardt: "Europas Fahrzeugindustrie muss innovativ

bleiben und auf dem Weg zur Klimaneutralität im Wettbewerb bestehen können: Das

ist unser gemeinsames Ziel. Als bayerische Wirtschaft wollen wir uns dazu

konstruktiv einbringen."

Pressekontakt:

Felix Fend, +49 (0) 89-551 78-335, mailto:felix.fend@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6238481

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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