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Geändert am: 22.06.2026 22:20:02
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US-Iran-Verhandlungen im Fokus: ATX und DAX schließlich in Grün -- US-Börsen zum Handelsende uneins -- Asiens Börsen letztlich überwiegend stark - Nikkei mit Allzeithoch
AUSTRIA
Die Wiener Börse präsentierte sich am Montag oberhalb der Nulllinie.
Der ATX notierte im frühen Handel marginal fester und tendierte auch im Anschluss stärker. Er verabschiedete sich 1,03 Prozent höher bei 6.594,82 Punkten aus dem Handel.
Die Wiener Börse präsentierte sich am Montag nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf einen Fahrplan für ein umfassendes Abkommen zur Beilegung des Krieges in der neuen Handelswoche im Plus.
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter Fahrt auf. Nach dem Auftakt der Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer in der Schweiz soll es nun unmittelbar im Anschluss die ganze Woche weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, bei den Gesprächen im Luxusresort Bürgenstock bei Luzern innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, teilten die Vermittler Katar und Pakistan mit. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben. Es sei auch ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Zwischenfälle in der Straße von Hormuz zu vermeiden, hieß es weiter. Ziel sei eine sichere Passage für Schiffe durch die für den Welthandel wichtige Meerenge.
Unternehmensseitig waren zum Wochenbeginn kaum Impulse zu erwarten.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich zum Wochenbeginn schlussendlich auf höherem Niveau.
So gewann der DAX zu Beginn etwas hinzu und fiel im Anschluss zunächst auf rotes Terrain. Am frühen Nachmittag konnte er sich dann an die Nulllinie zurückkämpfen und daraufhin sogar Gewinne verzeichnen. Mit einem Plus von 0,62 Prozent bei 25.139,69 Zählern ging er in den Feierabend.
Der DAX konnte sich am Montag weiterhin nicht von der 25.000-Punkte-Marke lösen. Obwohl Fortschritte bei den Friedensverhandlungen im Iran-Krieg vermeldet wurden, konnten Anleger ihre Zweifel nicht ganz ablegen.
Die Börsen feierten bislang keinen Friedensvertrag, sondern honorierten lediglich Fortschritte auf dem Weg dorthin, kommentierte Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro. Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den Verhandlungsführern der USA und des Irans soll es mit weiteren Beratungen auf Arbeitsebene weiter gehen. Wienke sieht die Gespräche in einer kritischen Übergangsphase, in der von einem weiterhin möglichen Scheitern der Verhandlungen weiterhin die größte Gefahr ausgehe.
Daher sorgten selbst die zuletzt stark gefallenen Ölpreise nicht für den erhofften Befreiungsschlag.
WALL STREET
Nach dem langen Feiertagswochenende fanden die US-Börsen keine gemeinsame Richtung.
Der Dow Jones Industrial eröffnete die Sitzung knapp im Minus, drehte im Verlauf aber in die Gewinnzone und notierte letztlich 0,29 Prozent fester bei 51.712,71 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite startete etwas schwächer und rutschtr im Verlauf tiefer ins Minus. Er verabschiedete sich 1,32 Prozent tiefer bei 26.166,60 Zählern in den Feierabend.
Nach dem verlängerten Wochenende spielte sich am Montag ein unsicherer Handel an der Wall Street ab. Am Freitag fand feiertagsbedingt kein Handel statt. Im Fokus standen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für einen dauerhaften Frieden. Fortschritte bei den Gesprächen, einschließlich der Bemühungen um eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus trotz anhaltender diplomatischer Herausforderungen bezüglich des Libanon, haben die Sorgen um die Unterbrechungen der Energieversorgung gemindert und die Befürchtungen eines breiteren Inflationsschocks verringert, hieß es von der Saxo Bank.
ASIEN
Die Börsen in Fernost wiesen am Montag mehrheitlich positive Vorzeichen aus.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich mit einem Gewinn von 1,55 Prozent bei 72.353,96 Punkten - und verbuchte im Handelsverlauf ein Rekordhoch.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um ebenso kräftige 1,78 Prozent auf 4.163,10 Punkte.
In Hongkong gab der Hang Seng am Montag dagegen schlussendlich um 0,65 Prozent auf 23.768,52 Punkte nach.
An den asiatischen Börsen erholten sich die Indizes am Montag vielfach von anfänglichen Verlusten aufgrund von Anzeichen für Fortschritte in den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges. Händler beobachteten eine Rally bei Technologiewerten - der japanische Nikkei 225 sprang auf Allzeithoch. Die USA und der Iran sollen sich auf einen Fahrplan geeinigt haben, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Friedensabkommen zu erreichen. Auch ein Kommunikationsmechanismus zur sicheren Passage für Handelsschiffe durch die Straße von Hormus soll installiert werden. Die aktuelle Entwicklung sorgte für Beruhigung unter Anlegern, denn zuvor hatte es am Wochenende Meldungen gegeben, wonach der Iran die Gespräche abgebrochen habe. Der Ölpreis fiel mit den Signalen der Entspannung wieder unter die Marke von 80 US-Dollar je Fass.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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