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Geändert am: 19.06.2026 08:50:33

ATX und DAX schwächer erwartet -- Asiens Börsen in Rot

AUSTRIA

Die Wiener Börse präsentiert sich am Freitag in Rot.

Eine Stunde vor Handelseröffnung verliert der ATX 0,8 Prozent auf 6.478 Punkte.

Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Freitag zunächst seine jüngste Konsolidierung fortsetzen. Wie die Helaba schreibt, hat die FOMC-Sitzung mit dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh am Mittwoch die Zinserhöhungserwartungen in den USA etwas forciert, mit der Folge, dass der Renditevorteil gegenüber der Eurozone grösser geworden ist.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt bleiben die Anleger am Freitag vorsichtig.

Eine Stunde vor Handelsstart fällt der DAX um 0,2 Prozent auf 24.974 Punkte.

Der DAX bleibt an seiner Hürde von 25.000 Punkten weiter auf Richtungssuche. Am Vortag hatte er erstmals seit Anfang Juni über der Tausendermarke geschlossen, doch nun wird er am Tag des grossen Verfalls wieder etwas darunter taxiert.

Anleger müssen das Gesamtpaket der jüngsten Geschehnisse erst einmal verdauen. Das Iran-Abkommen ist unterschieben, Öl soll wieder durch die Straße von Hormus gelangen und die Erwartungen an eine US-Zinserhöhung steigen. Ob das alles so kommt und bleibt, muss sich zeigen. "Das technische Bild des DAX ist konstruktiv, ein dauerhafter Anstieg über die 25.000er Marke lässt aber weiter auf sich warten", hieß es am Morgen von der Helaba. Nur mit Mühe konnte der Leitindex zuletzt sechs Handelstage mit positiven Vorzeichen beenden.

Die Vorgaben sind zu Wochenschluss nicht eindeutig, denn in Asien konnten wichtige Börsen in Japan und Südkorea den Kursgewinnen an der New Yorker NASDAQ nicht folgen. Neue Impulse aus den USA wird es am Freitag wegen des dort verlängerten Wochenendes nicht geben. Der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners rechnet deshalb auch in Europa mit reduzierten Umsätzen, die den Markt anfälliger für Schwankungen machten.

Zu solchen Schwankungen beitragen könnte auch der am Mittag anstehende Verfall an den Terminbörsen. Dann laufen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes aus, was zumindest für gewisse Volatilität sorgen könnte. Auch dabei sieht Altmann die 25.000-Punkte-Marke im Mittelpunkt.

Verdauen müssen Anleger eventuell auch die zuletzt wieder angezogenen Kurse im Chipbereich und bei KI-Profiteuren.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag fester.

Der Dow Jones Industrial stieg um 0,14 Prozent und beendete die verkürzte Handelswoche bei 51.565,38 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite konnte unterdessen ein Plus von 1,91 Prozent einfahren. Der Schlussstand am Donnerstag: 26.517,93 Zähler.

Dank der anhaltenden Hausse im Halbleitersektor machte der technologielastige Auswahlindex den Kursrutsch der vergangenen zwei Tage teilweise wett. Die Handelswoche ist verkürzt, am Freitag bleiben die US-Börsen geschlossen, da des Endes der Sklaverei gedacht wird.

Verantwortlich für den Umschwung waren Aussagen der US-Notenbank Fed: Die Währungshüter hatten wie erwartet ein weiteres Mal den Leitzins nicht angerührt. Damit erfüllten sie auch unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh den Wunsch von US-Präsident Donald Trump nach Zinssenkungen nicht. Und da die Fed für 2026 mit einer deutlich höheren Inflation als bisher rechnet, werden am Markt statt Zinssenkungen nun zunehmend Anhebungen ab Oktober erwartet.

Allerdings milderte die anhaltende Talfahrt der Ölpreise die Zinsängste etwas ab, kommentierte Marktanalyst Hebe Chen von Vantage Global Prime. Diese hatte sich jüngst beschleunigt, nachdem Trump ein Rahmenabkommen für ein Ende des Kriegs mit dem Iran unterzeichnet hat. Dieses tritt laut dem Vermittlerstaat Pakistan mit "sofortiger Wirkung" in Kraft. Teheran werde die Straße von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif in der Nacht zum Donnerstag auf X bekannt. US-Präsident Trump und sein iranischer Amtskollege Massud Peseschkian hatten die Vereinbarung zuvor unterzeichnet.

ASIEN

Die Börsen in Fernost weisen am Freitag rote Vorzeichen aus.

In Tokio verbucht der Nikkei 225 aktuell einen Verlust von 0,54 Prozent bei 70.667,83 Punkten. Auch an der Börse in Seoul geht es mit dem KOSPI abwärts. Sowohl die japanische als auch die südkoreanische Börse hatten im frühen Handel allerdings Rekordstände verzeichnet, ehe Gewinnmitnahmen einsetzten.

An den chinesischen Börsen wird am Freitag wegen des Drachenbootfests nicht gehandelt. Auf dem chinesischen Festland hatte der Shanghai Composite zuletzt am Donnerstag 0,43 Prozent auf 4.090,48 Punkte verloren.

In Hongkong hatte der Hang Seng am Donnerstag deutlichere 1,59 Prozent auf 23.924,81 Punkte nachgegeben.

In den USA steht ein langes Feiertagswochenende an. Die dortigen Börsen bleiben am Freitag wegen "Juneteenth" geschlossen. Das dürfte ein Grund sein, warum auch in Asien die Anleger vorsichtshalber etwas Geld vom Tisch nehmen. Denn wichtige Fragen zur Beendigung des Iran-Krieges müssen erst noch geklärt werden, unter anderem der Streit um das iranische Nuklearprogramm. Und auch wenn die Straße von Hormus, ein wichtiger Wasserweg für den Öltransport, offiziell nun wieder geöffnet ist, bleibt die Schifffahrt dort schwierig wegen zahlreicher Seeminen, die der Iran in der Meerenge ausgebracht hat. Überdies findet am Freitag der Große Verfall statt, der Volatilität in den Markt bringt.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Holzpreis 633,00 2,50 0,40
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Kupferpreis 13 612,00 -123,85 -0,90
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Weizenpreis 202,75 -1,50 -0,73
Zinkpreis 3 564,00 -27,20 -0,76
Zinnpreis 53 451,50 -1 924,50 -3,48
Zuckerpreis 0,14 -1,88
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Ölpreis (WTI) 76,42 -0,18 -0,23

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