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Geändert am: 16.06.2026 08:27:18

ATX stabil erwartet -- DAX vor leichten Verlusten -- Asiens Börsen uneinheitlich

AUSTRIA

Die Wiener Börse dürfte nach den starken Gewinnen vom Vortag ruhiger in den Handel starten.

Der ATX wird mit einer stabilen Eröffnung erwartet.

Die europäischen Börsen dürften nach den kräftigen Aufschlägen vom Wochenbeginn kaum verändert in den Dienstagshandel starten. Nach der Erleichterung über das US-iranische Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs im Nahen Osten dürften sich die Anleger nun den Zentralbanken zuwenden. Die Bank of Japan hat am Morgen die Zinssätze auf ein 31-Jahreshoch angehoben und stemmt sich damit gegen die Inflationsrisiken, die von einem kriegsbedingten Anstieg der Energiekosten ausgehen. Die US-Notenbank dürfte auf ihrer Sitzung am Mittwoch zwar das aktuelle Zinsniveau nur bestätigen, umso spannender wird der geldpolitische Ausblick. In der Zwischenzeit wird eine Zinserhöhung im laufenden Jahr nicht mehr vollständig eingepreist - ein wichtiger Grund für die jüngste Erholung an den Börsen. Die aktuelle Sitzung wird auch der erste Auftritt des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh. US-Präsident Donald Trump hat diesen eingesetzt, um rasch Zinssenkungen durchzusetzen. Diesem Wunsch dürfte Warsh nicht so schnell folgen.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt wird mit leichten Verlusten gerechnet.

Der DAX dürfte etwas tiefer in die Sitzung gehen.

Nach dem positiven Wochenstart zeichnen sich im DAX am Dienstag etwas tiefere Kurse ab. Am Montag war er in der ersten Freude über das am Wochenende tatsächlich finalisierte Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges zunächst auf 25.085 Punkte angesprungen. Es fehlten aber schnell die Anschlusskäufe, da der Dax in der Aussicht auf einen Deal bereits am Freitag stark angezogen hatte. Mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank und dem grossen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag fällt eine Trendprognose zunächst schwer. Wichtig für die Marktstimmung bleibt auch der weitere Erfolg von SpaceX-Aktien nach dem Rekord-Börsengang.

WALL STREET

Die US-Börsen starteten die neue Handelswoche mit markanten Aufschlägen.

Der Dow Jones Industrial stieg zu Beginn an und baute sein Kursplus im Anschluss deutlich aus. Dabei konnte er bei 51.945,89 Punkten sogar ein neues Rekordhoch verzeichnen. Schlussendlich ging es um 0,92 Prozent nach oben auf 51.671,83 Punkte.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung mit deutlichen Aufschlägen und legte auch weiterhin zu. Zum Handelsende notierte er 3,07 Prozent stärker bei 26.683,94 Zählern.

Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten verlieh den US-Börsen zum Wochenauftakt deutlichen Rückenwind. Nachdem die Aktienmärkte bereits zuletzt kräftig zugelegt hatten, sorgte das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Konflikts für zusätzlichen Optimismus. Gleichzeitig gerieten die Ölpreise infolge der Einigung deutlich unter Druck.

Nach wochenlangen Gesprächen verständigten sich Washington und Teheran am Wochenende auf eine Absichtserklärung. Diese sieht eine Verlängerung der Waffenruhe sowie die vollständige Wiederöffnung der für den Welthandel zentralen Straße von Hormus vor. Das Abkommen soll als Grundlage für weitere Verhandlungen dienen, bei denen unter anderem das iranische Atomprogramm im Mittelpunkt stehen wird. Die offizielle Unterzeichnung ist für Freitag vorgesehen.

"Die Risikobereitschaft ist zurück, fraglich ist aber, ob die Meerenge vollständig wieder öffnet", sagte Christopher Dembik, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management. US-Präsident Trump habe keine gute Erfolgsbilanz bei dauerhaften Abkommen im Nahen Osten, daher bestehe das Risiko, dass die Spannungen im Sommer wieder steigen.

ASIEN

Die Börsen in Fernost verzeichnen am Dienstag mehrheitlich Verluste.

In Tokio gewinnt der Nikkei 225 zeitweise 0,08 Prozent bei 69.373,42 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland sinkt der Shanghai Composite derweil um 0,09 Prozent auf 4.092,80 Zähler.

In Hongkong verliert der Hang Seng hingegen 1,71 Prozent auf 24.417,83 Einheiten an.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen am Dienstag kein einheitliches Bild. Während der japanische Nikkei-225 nach der Zinsentscheidung der Notenbank erstmals über die Marke von 70.000 Punkten springt, belasten schwache Daten in China. In Südkorea treibt die Rally bei Halbleiterwerten den technologielastigen Kospi nach oben. Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges hatte die regionalen Börsen bereits am Vortag beflügelt, wirkt aber tendenziell noch ein wenig nach. "Die USA und der Iran stehen kurz vor einer Einigung, obwohl die Details noch wichtig sind", heisst es bei den OCBC-Analysten.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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