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Geändert am: 08.05.2026 23:31:08

ATX und DAX gehen mit leichterer Tendenz ins Wochenende -- US-Börsen schließen höher -- Asiens Börsen machen letztlich Verluste

AUSTRIA

Anleger in Österreich zeigten sich am Freitag unsicher.

Der ATX startete marginal schwächer in den letzten Handelstag der Woche und gab anschließend weiter nach. Sein Schlussstand: 5.883,65 Punkte (-0,97 Prozent).

Der Wiener Aktienmarkt setzte am Freitag die Korrekturbewegung vom jüngsten Rekordhoch fort. Am Donnerstag war der Leitindex erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 6.000 Punkten geklettert, bevor die Gewinne im Verlauf wieder abschmolzen. Im Fokus blieb die fragile Lage im Nahen Osten, wo Hoffnungen auf einen baldigen Frieden zuletzt erneut der Ernüchterung gewichen sind.

Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormuz beschossen. "US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung", teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) des US-Militärs auf der Plattform X mit. Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.

US-Präsident Trump drängte den Iran, nun schnell eine Friedensvereinbarung zu unterzeichnen. Ansonsten werde das US-Militär iranische Einheiten in Zukunft noch viel härter und viel gewaltsamer treffen. Der Rückgang der Ölpreise setzte sich zuletzt ohnehin nicht mehr fort - in der Nacht zogen sie wieder etwas deutlicher an, wobei sich der Brent-Preis über 100 US-Dollar hält. Inzwischen meldeten auch die Vereinigten Arabischen Emirate wieder iranische Angriffe.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten sorgten bei den Anlegern kaum für Bewegung. Im April nahm die Zahl der Beschäftigten in den USA stärker zu als prognostiziert, während die Löhne etwas weniger deutlich stiegen als erwartet.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich am Freitag unterhalb der Nulllinie.

Der DAX startete schwächer in den Freitagshandel. Im weiteren Verlauf ging es weiter abwärts, sodass der deutsche Leitindex die Handelswoche 1,32 Prozent tiefer bei 24'338,63 Punkte beendete.

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird zurzeit auf die Probe gestellt: Zwischen den Kriegsparteien war es in der vergangenen Nacht wieder zu militärischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Der Iran hatte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Beide Seiten widersprechen sich bei der Reihenfolge der jeweiligen Angriffe. Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht wachsende Risiken für den jüngst KI-getriebenen und zunehmend sorglosen Markt, wenn der Iran-Konflikt ungelöst bleibe.

Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts ließ die Anleger am Nachmittag eher kalt. Die Beschäftigtenzahl in den Vereinigten Staaten stieg im April stärker als erwartet. Der Lohnzuwachs fiel etwas geringer aus als angenommen.

In der Berichtssaison ging es nach einigen heißen Tagen am Freitag gemächlicher zu.

WALL STREET

An den US-Börsen herrschte weiterhin eine ausgesprochen gute Stimmung.

Der Dow Jones Industrial zeigte sich zwar wenig verändert und schloss die Sitzung 0,02 Prozent höher - nahezu unverändert bei 49.609,16 Punkten.

Der NASDAQ Composite zeigte sich hingegen ausgesprochen freundlich und verbesserte sich um 1,71 Prozent auf 26.247,08 Zähler und markierte damit ein neues Rekordhoch.

Die Wall Street hat ihren Rekordlauf am Freitag wieder aufgenommen - S&P-500 und Nasdaq erreichten Allzeithochs auf Schlusskursbasis. Die Abgaben vom Vortag wurden somit wieder wettgemacht. Für Zuversicht sorgte, dass die USA offenbar um jeden Preis eine Friedensvereinbarung mit dem Iran finden wollen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete wiederholt die Waffenruhe als intakt und nicht gebrochen, obwohl es wieder wechselseitige Scharmützel zwischen den Kriegsparteien gab.

Positiv auf die Stimmung wirkte auch, dass laut einem US-Bundeshandelsgericht Trump nicht befugt war, neue weltweite Zölle zu erheben, nachdem eine vorherige Zollmaßnahme im Februar vom Obersten Gerichtshof der USA für ungültig erklärt worden war. Folglich sei Trumps Proklamation "ungültig, und die gegen die Kläger verhängten Zölle sind rechtlich unzulässig."

Sehr starke Arbeitsmarktdaten setzten derweil kaum Akzente. Die US-Wirtschaft hat im April sehr viel mehr neue Stellen geschaffen, als Ökonomen ihr zugetraut hatten. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 4,3 Prozent. Nicht nur stehen die US-Arbeitsmarktdaten derzeit nicht im Rampenlicht, die Lesung löste auch keinen Handlungsbedarf mit Blick auf die US-Notenbank aus. Am Markt wird derzeit erwartet, dass die Fed im laufenden Jahr stillhalten wird.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitag im Minus.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,19 Prozent auf 62.713,65 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite derweil nahezu unverändert bei 4.179,95 Zählern.

In Hongkong sank der Hang Seng schlussendlich um 0,81 Prozent auf 26.411.81 Punkte.

Neue Spannungen im Nahost-Konflikt und Gewinnmitnahmen sorgten am Freitag an den Aktienmärkten in Ostasien für Verunsicherung und fallende Indizes. Der Iran hat nach Angeben des US-Militärs nahe der Strasse von Hormus Angriffe auf US-Kriegsschiffe mit Raketen, Drohnen und Kleinbooten unternommen, die abgewehrt wurden. US-Präsident Donald Trump sagte aber, der Waffenstillstand mit dem Iran sei weiterhin in Kraft.

Nach den kräftigen Gewinnen und teilweise Rekordhochs zuvor, halten sich die Abgaben aber in Grenzen bzw. haben sich im Handelsverlauf deutlich verringert. Auch bei den Ölpreisn fällt die Reaktion noch überschaubar aus.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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