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Geändert am: 07.01.2026 22:09:20

ATX zum Handelsende knapp im Minus -- DAX geht stärker aus dem Handel - 25.000-Punkte-Marke geknackt -- US-Börsen schließen uneins -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich leichter

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt legte zur Wochenmitte eine Verschnaufpause ein.

Der ATX notierte bereits im frühen Handel etwas tiefer und behielt seine negative Tendenz letztlich bei. Er beendete die Sitzung 0,10 Prozent im Minus bei 5.410,14 Punkten.

Nach einer zwölftägigen Gewinnserie zeigte sich der ATX am Mittwoch mit Abgaben. Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr dünne Meldungslage vor. Im Blickfeld standen auf fundamentaler Ebene publizierte Preisdaten aus dem Euroraum. Die Inflation in der Eurozone ist Ende 2025 wie erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Dezember um durchschnittlich 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, nachdem die Teuerung im November bei 2,1 Prozent gelegen war.

Die Inflation in Österreich schwächt sich ab, bleibt aber weiter deutlich höher als im Rest der Eurozone. Im Dezember betrug die Teuerungsrate 3,8 Prozent, teilte die Statistik Austria mit. Sie liegt damit erstmals seit Juli 2025 wieder unter vier Prozent.

Die in den USA veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen verfehlten die Prognosen. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist Ende des vergangenen Jahres etwas unter den Prognosen gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte ihre Anzahl um 41.000 zu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen etwas stärkeren Anstieg um 50.000 Stellen erwartet.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt griffen auch zur Wochenmitte weiter zu.

Der DAX eröffnete die Sitzung am Mittwoch mit einem Plus und übersprang kurz darauf erstmals die runde Marke von 25.000 Punkten. Im Laufe des Tages konnte er seine Gewinne ausbauen und markierte bei 25.122,46 Zählern ein neues Rekordhoch. Letztlich kletterte er um 0,92 Prozent auf 25.122,26 Punkte.

Die Börsenstimmung weltweit ist zu Beginn des Börsenjahres 2026 trotz gravierender geopolitischer Spannungen von Zuversicht geprägt. Es mute angesichts der Entwicklung der Weltwirtschaft paradox an, dass die Aktienmärkte aufblühen, kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, die Lage. "Aber man darf nicht vergessen, dass der gegenwärtige Umbau der Weltwirtschaft enorme Investitionen in Gang setzt. Das reicht von den staatlichen Infrastrukturprogrammen bis hin zum neuen weltweiten Technologiewettlauf um die beste KI. Die Weltwirtschaft wird nicht zertrümmert, sie wird umgebaut", analysierte der Ökonom.

Der jüngste Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen sorgte im noch frühen Jahr 2026 nicht für Verunsicherung, eher für Hoffnung auf sinkende Ölpreise, die sich auch schon ein Stück weit bewahrheitet hat. Billigeres Öl ist gut für die Weltwirtschaft, könnte den Inflationsdruck mindern und weitere Zinssenkungen durch Notenbanken bedeuten.

Kater mahnte zugleich, dass neue geopolitische Rivalitäten auch schnell zu Stolpersteinen für die Weltwirtschaft werden könnten. Die Liste der Risiken reiche gegenwärtig von weiteren militärischen Konflikten bis hin zu einer ausufernden Kreditvergabe an Technologiefirmen.

Im Blick standen am Mittwoch Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa, darunter der ADP-Jobbericht und Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Teuerung in der Euroregion schwächte sich im Dezember dank gefallener Energiekosten wie erwartet ab. Mit 2 Prozent sank die Inflationsrate wieder auf die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), bei der sie die Preisstabilität als gewährleistet ansieht. Für den Aktienmarkt sind das gute Nachrichten, denn Zinserhöhungen werden damit unwahrscheinlicher.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich zur Wochenmitte uneinheitlich.

Der Dow Jones etwas höher in den Tag. Nachdem er kurz nach Handelsstart ein neues Allzeithoch bei 49.621,43 Punkten erreichen konnte, drehte er jedoch in die Verlustzone und ging schließlich 0,94 Prozent tiefer bei 48.996,08 Punkten in den Feierabend.
Der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung knapp im Minus, konnte im weiteren Verlauf jedoch Gewinne verzeichnen und beendete die Sitzung 0,16 Prozent fester bei 23.584,27 Zählern.

Der Staub nach dem Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro am Wochenende lege sich, auch da der erwartete Rückenwind nun zunehmend klarer werde, erklärt Investmentstrategin Emma Wall vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown.

So hatten das Geschehen Erwartungen an weiter sinkende Ölpreise geweckt, die die Inflation dämpfen und Notenbanken wie der US-amerikanischen Fed Spielraum für weitere Leitzinssenkungen geben würden. Diese wären tendenziell positiv für die Wirtschaft.

Mittlerweile rückten aber andere potenzielle geopolitische Krisenherde in den Blick. Allen voran aktuell das aggressive Gebaren der USA im Streit um das zum Königreich Dänemark gehörende, rohstoffreiche Grönland. So schloss das Weiße Haus einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht aus, während US-Außenminister Marco Rubio Berichten zufolge von einem Kauf der autonomen Arktisinsel spricht. Die US-Regierung hatte ihre Drohungen in der Sache zuletzt massiv verstärkt - sehr zum Ärger der europäischen Nato-Partner.

Neben der Geopolitik schauen Anleger auf US-Wirtschaftsdaten. Vorbörslich legte der Arbeitsmarktdienstleister ADP aktuelle Beschäftigungszahlen vor. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA stieg Ende des vergangenen Jahres zwar etwas weniger als erwartet, im November war die Beschäftigtenzahl indes weniger gesunken als zunächst ermittelt.

Im Handelsverlauf wurden dann noch der ISM-Einkaufsmanagerindex der Dienstleister sowie Auftragseingänge der Industrie sowie die für langlebige Güter veröffentlicht.

ASIEN

Am Mittwoch gaben die Börsen in Fernost weitestgehend nach.

In Tokio notierte der Nikkei 225 schließlich 1,06 Prozent schwächer bei 51.961,98 Punkten.

Der Shanghai Composite zeigte sich derweil mit Gewinnen von 0,05 Prozent auf 4.085,77 Zähler.

Abwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng verlor letztlich 0,94 Prozent auf 26.458,95 Stellen.

Trotz positiver Vorgaben der Wall Street ging es am Mittwoch an den ostasiatischen Börsen nur uneinheitlich zu. Nach den teils sehr starken Aufschlägen zu Beginn der Woche dürften dabei Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben.

Etwas bremsend wirkte in der Region laut Marktteilnehmern eine neue Entwicklung im angespannten Verhältnis zwischen Japan und China, die vor einigen Wochen von Warnungen Japans an China ausgelöst wurden im Hinblick auf Chinas Taiwan-Politik. Nun hat Peking sofortige Kontrollen für Exporte von Gütern nach Japan verhängt, die auch für militärische Zwecke verwendet werden könnten.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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