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Geändert am: 01.07.2026 19:58:42

US-Anleger unentschlossen -- ATX geht leichter in den Feierabend -- DAX beendet Handel fester -- Asiens Börsen schließen höher - Hongkong im Feiertag

AUSTRIA

Der heimische Leitindex gab zur Wochenmitte nach.

Der ATX notierte im frühen Handel klar im Minus. Auch im Verlauf konnte er die Verluste nicht spürbar eingrenzen, sodass es mit einem Abschlag von 1,20 Prozent bei 6.386,81 Punkten in den Feierabend ging.

Nach den deutlichen Vortagesgewinnen agierten die internationalen Anleger abwartend. Im Verlauf standen die publizierten Preisdaten aus dem Euroraum im Fokus. Die Inflation in der Eurozone hat sich deutlicher als erwartet abgeschwächt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juni nur noch um durchschnittlich 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Experten hatten nur mit einem Rückgang auf 3,0 Prozent gerechnet. Im Mai war die Inflationsrate im Zuge des vom Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschocks auf 3,2 Prozent geklettert. Die Europäischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an.

Auf Unternehmensebene rückte am heimischen Aktienmarkt AGRANA mit vorgelegten Geschäftszahlen in den Fokus.

Derweil wollen die Hauptaktionäre der AT&S AG Gewinne aus dem satten Kursanstieg von 1.135 Prozent auf Jahressicht realisieren, der den steirischen Chipkomponentenhersteller zu einer der erfolgreichsten Aktien Europas gemacht hat.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex zeigte sich zum Start in den Juli unentschlossen.

So eröffnete der DAX die Sitzung höher, pendelte zunächst aber um die Nulllinie. Zeitweise fiel das Barometer unter das Vortagesniveau, ging aber durch einen starken Schlussspurt letztlich fester in den Feierabend und kehrte dabei zur 25.000-Punkte-Marke zurück. Sein Schlussstand: 25.040,28 Punkte (+0,18%).

Nach dem starken Vortag hatte sich am Mittwoch der Aufwärtsdrang des DAX in Grenzen gehalten. Seit Mitte Juni pendelt der DAX damit in einer Spanne von etwa 24.600 bis 25.200 Punkten auf und ab, ohne klaren Trend. "Der Markt bleibt in einer Phase, in der positive Impulse zwar kurzfristig stützen, aber noch nicht ausreichen, um eine neue Trendbewegung einzuleiten", schrieb Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets. Der DAX zeige sich weiterhin "lethargisch".

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran um ein Rahmenabkommen stocken, das bremst auch die Aktienmärkte. Zudem mangelt es vor der anstehenden Saison der Quartalsbilanzen der Unternehmen an kursbewegenden Impulsen. Der Blick der Anleger richtete sich auf eine Reihe von US-Konjunkturdaten, bevor am morgigen Donnerstag der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wird.

WALL STREET

Die Wall Street zeigt sich zur Wochenmitte gespalten.

Zur Startglocke notierte der Dow Jones Industrial 0,17 Prozent tiefer bei 52.231,18 Punkten, dreht anschließend aber moderat ins Plus.
Auch für den Techwerteindex NASDAQ Composite stand zum Sitzungsstart ein Abschlag von 0,66 Prozent auf 26.039,51 Zähler an der Kurstafel. Im Anschluss rutscht das Börsenbarometer ins Minus.

Nach zwei Handelstagen an den US-Börsen mit teils kräftigen Gewinnen sind die Anleger am Mittwoch wieder vorsichtiger geworden. Die Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP sowie die Daten zur Unternehmensstimmung im Verarbeitenden Gewerbe (ISM) blieben zwar etwas hinter den Schätzungen zurück, doch ein sonderlicher Dämpfer für die Zinserhöhungserwartungen am Markt seien sie damit nicht, hiess es seitens der Helaba.

An den Finanzmärkten wird für die Ende Juli anstehende Sitzung zunehmend auf eine Zinsanhebung gewettet, welche festverzinsliche Wertpapiere im Vergleich zu Aktien begünstigen würde. Noch geht aber eine klare Mehrheit davon aus, dass die Währungshüter den aktuellen Zinssatz beibehalten werden. Justin Onuekwusi, oberster Anlagestratege bei St. James's Place, gehört zu dieser Mehrheit. "Im letzten Quartal sind die Ölpreise gefallen, was es für eine Zentralbank schwierig macht, auf die Bremse zu treten und in dieser Situation mit Zinserhöhungen zu beginnen", sagte er. Für die September-Sitzung hielten sich die Erwartungen für eine Anhebung auf der einen Seite und für eine Beibehaltung oder sogar Zinssenkung die Waage auf der anderen Seite.

ASIEN

Am Mittwoch ging es an den Börsen in Asien bergauf.

In Tokio legte der Nikkei 225 letztlich 0,59 Prozent auf 70.474,96 Zähler zu.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite 0,44 Prozent höher bei 4.112,45 Punkten.

In Hongkong verlor der Hang Seng am Vortag 0,63 Prozent auf 22.881,02 Indexpunkte.

An einigen Handelsplätzen stützten die starken Vorgaben der US-Börsen und heimische Konjunkturdaten, an anderen Börsen dominierte Vorsicht vor den US-Arbeitsmarktdaten am Donnerstag. Auch Gewinnmitnahmen spielten eine Rolle.

Unterstützung kam von der ermutigenden Tankan-Umfrage der japanischen Zentralbank. Der Stimmungsindex der großen japanischen Industrieunternehmen ist überraschend gestiegen. Gesucht waren Technologie- und Elektronikaktien, die ihren am Vortag gestiegenen US-Pendants nach oben folgten.

Etwas gebremst wurde der chinesische Aktienmarkt davon, dass der von RatingDog ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juni geringfügig zurückgegangen ist. Allerdings verharrte der Index im expansiven Bereich. In Hongkong fand wegen eines Feiertags kein Handel statt.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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